Die jungen Helfer gingen der Aufgabe am Mittwoch mit grosser Begeisterung nach.

Lehrer Andreas Pulfer, welcher die Schüler dabei begleitet hat, erzählt von den Anfängen des Projekts: «Einige wussten gar nicht, dass so eine Einrichtung hier existiert. Nach einigen Abklärungen war aber schnell klar, dass die Klasse dies zu ihrem Projekt machen wollte.» Auch Simon Ulrich, ebenfalls begleitender Lehrer, berichtet vom Elan der Schüler: «Dieses Projekt habe sie sich ausgedacht. Deswegen sind sie mit viel Herz bei der Sache.»

Vorgängig hatten einige Schüler versucht, Interviews mit Betroffenen zu führen. Der Schüler Dominik von Arx berichtet von Schwierigkeiten: «Leider hat sich nur ein Herr bereit erklärt, mit uns zu reden. Der war dafür sehr freundlich und erzählte uns von seinem Leben: Er habe eine 50-Prozent-Stelle und konsumiere nur noch Haschisch und Alkohol. Er komme eigentlich nur zur Suchthilfe, um seine Kollegen zu treffen. Als er dann sagte, dass seine Kinder bei ihm wohnen, war ich schon etwas erstaunt. Das konnte ich mir nicht wirklich vorstellen.»

Der aufgeschlossene Herr habe teils sehr pfiffige Antworten gegeben, erzählt der 14-Jährige: «Wir wussten anfangs nicht, ob er obdachlos ist. Als wir ihn vorsichtig nach seinem Schlafplatz gefragt haben, sagte er salopp: ‹Ich schlafe zu Hause, wo denn du?›».

Trotz einigem Aufwand ist die Idee der Schüler auch bei der Stadtküche-Leiterin Patrizia Twellmann gut angekommen: «Wir waren sehr erfreut über das Interesse der Schüler und würden die Aktion gerne wiederholen. Wegen des Aufwands ist das aber leider nicht mehr als einmal pro Jahr möglich.»