Das Ziel der neun Gründermitglieder des von ihnen am 27. November 1918 – also vor 99 Jahren - ins Leben gerufenen Jodlerklubs Olten war «die Pflege und Förderung des alten, urchigen Volksgesangs». Der Jodlerklub Olten, aktuell am Jodlerabend mit 15 Sängern/Jodlern (inklusive Präsident Roland Rötheli und drei Gastsänger) und die Jodlerinnen Ursula Oegerli (Dirigentin), Antoinette Aeschlimann und Annemarie Studinger, ist diesen Zielsetzungen bis heute treu geblieben. Durchs Programm des Jodlerabends führte fundiert Martina Studinger.

Musikalisch begrüsst wurden die Freunde des Jodlerklubs Olten und Liebhaber des Jodelgesangs im vollbesetzten Josefsaal der Oltner Martinskirche vom Schwyzerörgeliquartett «Ur-Wurzu» (drei Schwyzerörgeli und ein Bass) mit vier jungen Musikern aus Eggiwil im Emmental. Nach dem gesungenen Willkomm des Jodlerklubs Olten unter der Leitung von Ursula Oegerli mit dem Lied «Ame schöne Morge» von Fred Kaufmann, wendete sich auch der Klubpräsident Roland Rötheli mit herzlichen Begrüssungsworten an die Jodler-Festgemeinde. Nach dem Lied des Jodlerklubs Olten «Früeligsgloube» überzeugten 17 (12 Mädchen und 5 Jungs) von den total 26 Mitgliedern des Chinderjodlerchörlis Frick unter der Leitung des Jodlernachwuchsförderers Matthias Hunziker mit einem erfrischenden bunten Strauss Jodel-, Lumpen- und Lagerliedern von ihrem erstaunlich hohen Stimmenniveau. Das Publikum war davon, seinem Applaus entsprechend, hell begeistert. Nicht weniger begeistert war das Publikum auch von den folgenden erstklassigen Alphornklängen des Alphorn-Trios «Echo vom Born», Wangen.

Ausblick auf das Jubiläumsjahr

Einen besonderen Höhepunkt gewährte das Chinderjodlerchörli Frick bei seinem zweiten Auftritt mit der zusätzlichen choreigenen Formation mit den beiden Hackbrettspielerinnen Fabienne (10 Jahre) und Anja (neun Jahre), begleitet von Christoph (18 Jahre) auf dem Schwyzerörgeli. Mit seinem Lied «Alpmorge» von Robert Fellmann endete der erste Programmteil.

Der musikalischen Eröffnung des zweiten Programmteils vom Schwyzerörgeliquartett «UrWurzu» folgte ein alleiniger Auftritt der Hackbrett-Formation des Chinderjodlerchörlis Frick mit diversen bewundernswerten Vorträgen der jungen Hackbrettspielerinnen. Auch das Alphorn-Trio «Echo vom Born», Wangen, vermochte noch einmal mit hervorragenden Alphornklängen das Publikum zu begeistern. Mit dem Lied «So geits» von Paul Müller-Egger, allseitigen Dankesworten und dem Hinweis auf die Aktivitäten im 100-Jubiläumsjahr 2018 des Klub-Präsidenten Roland Rötheli, endete der offizielle Teil des Jodlerabends. Anschliessend spielten die vier jungen «UrWurzu» zur Unterhaltung und zum Tanz auf.