Unter Leitung von Marcel Heutschi werden die zwanzig Tenöre und Bässe zusammen mit je zwei Sopran und Altstimmen einen Reigen von Jodelliedern vortragen. Zur Eröffnung lassen sie ihr Vortragslied vom Eidgenössischen Jodlerfest, den «Bärgbach» von Ernst Sommer, sprudeln.

Anschliessend wird der 1930 gegründete JKG sein Publikum mit volkstümlichen Stücken wie «Früeligsgloube» und «Danke säge» erfreuen, bevor zum Abschluss alle im Saal, die «jutzen» mögen, im Gesamtchor «E gschänkte Tag» anstimmen. Die Vorträge werden vom Schwizerörgelitrio Aaregruess aus Boll mit lüpfigen Farbtupfen bereichert.

Es ist eine schöne Tradition, dass die Theatergruppe des JKG den zweiten Teil des Heimatabends bestreitet. Hier wirken auch die Jodlerin Cornelia Stelzer und der singende Präsident René Beck in Schauspielrollen mit. Unter der Regie von Bruno Fürst führen die sieben Theaterleute den Schwank «lieber ledig und frei» auf.

Dorftheater Jodlerklub Gunzgen 2018

Dorftheater Jodlerklub Gunzgen 2018

Dabei steht Bruno Fürst in der Doppelfunktion von Spielleiter und Akteur im Rampenlicht, während Präsidentengattin Ruth Beck als Souffleuse den Darstellern mit einem Stichwort über eine allfällige Gedächtnislücke hinweghilft. Das Lustspiel in zwei Akten von Barbara Fischer spielt jedoch nicht auf dem Bauernhof der Fürsts, sondern auf dem «Matteneggli».

Auf diesem Heimetli hausen drei ledige Bergbauern soweit zufrieden. Franz (Philipp Studer), der Älteste, besorgt für den Kuhstall, Hansjakob (Bruno Fürst) schaut zum Kleinvieh und Göpf (René Beck) besorgt den Haushalt. In dieses eingeschliffene Leben bringt die Postbotin (Vreni Fürst) einen Brief aus Zürich. Darin teilt die Anwaltskanzlei mit, eine Grosstante habe die Brüder für eine Millionenerbschaft auserkoren.

Dies allerdings unter der Bedingung, dass sich mindestens einer ihrer drei Grossneffen innert Jahresfrist verheiratet. Da ist guter Rat teuer. Erstens ist es den Junggesellen in ihrem unbeweibten Dasein sehr wohl. Und zudem sei, die schüchterne Rosmarie (Monika Plüss) auf dem oberen Heimetli vielleicht ausgenommen, ohnehin «nüt Gschiits umewäg».

Autopanne

Deshalb haben Göpf und Franz, jeder den andern ohne dessen Wissen, bei «Bauer sucht Frau» angemeldet. Tatsächlich trifft Fernsehfrau Cindy (Andrea Wyss) ein, was einige Verwirrungen verursacht. Nicht genug, hat Anna-Lena (Cornelia Stelzer) just auf dem «Matteneggli» eine Autopanne.

Als Anwaltssekretärin kennt sie den Brief und möchte sich hier einen Bauernsohn samt Millionen angeln. Allerdings kommt ihr die Briefträgerin Elsbeth in die Quere, die «zufällig» auch weiss, was im Anwaltsschreiben steht, und ein Auge auf einen Erben geworfen hat.

Man geht kaum fehl, dass sich das Durcheinander schliesslich lösen lässt. Bis es aber so weit ist, halten einige Turbulenzen die Leute auf Trab und sorgen für beste Unterhaltung.

Samstag, 24. März 19.30 Uhr , Rüeblihalle Gunzgen, Türöffnung 18 Uhr zum Nachtessen; Eintritt Fr. 12.- (Schüler/Studenten Fr. 5.-); Vorverkauf : Gemeindekanzlei Gunzgen oder 062 209 20 60.