Wangen

Jetzt wird die Zivilschutzanlage rückgebaut

Im tiefen Keller: Eingang zur Zivilschutzanlage Hinterbüel.

Im tiefen Keller: Eingang zur Zivilschutzanlage Hinterbüel.

Der Gemeinderat von Wangen hat sich für den Rückbau der Zivilschutzanlage Hinterbüel entschieden. Damit fallen Kosten von rund 34000 Franken an.

Die ZSA Hinterbüel wird seit Jahren von Vereinen für Lagerzwecke und diverse Aktivitäten genutzt. Die Schlüsselübergabe erfolgte jeweils durch die in Wangen zuständigen Personen der Regionalen Zivilschutzorganisation Olten.

Eine Nutzung der Anlage wurde nie von der Gemeinde bewilligt. Aufgrund der Brandschutzvorschriften wären die Nutzungen nicht bewilligungsfähig gewesen. Im Rahmen der Prüfung zur Umnutzung als Jugendraum im Jahr 2013 wurde durch den SGV-Brandschutzexperten festgestellt, dass die Nutzung zu diesem Zeitpunkt nicht zulässig war. Daraufhin wurden die Vereine von der Gemeinde aufgefordert, die Räumlichkeiten nur noch als Lager zu benutzen.

Weg mit technischen Geräten

Auf Wunsch der Gemeinde können die technischen Ausrüstungen aus der Anlage entfernt werden. Die Kosten dafür trägt der Bund, sie müssen jedoch von der Gemeinde vorfinanziert werden. Die Regionale Zivilschutzorganisation Olten ist momentan in den Schlusszügen der Vorbereitungsarbeiten für das Finanzierungsgesuch beim Bund. Sobald die Finanzierung durch den Bund sichergestellt ist, wird die Umwelt- und Werkkommission mit einem Antrag zur Vorfinanzierung an den Gemeinderat treten. Die Vereine müssen ihre Utensilien bis Ende April aus der Anlage geräumt haben.

In der Folge wurden Kosten für verschiedene Varianten ermittelt. Bei der Variante 0 wird die Anlage nicht mehr genutzt. Dafür ist mit Kosten von 10 000 Franken zu rechnen. Bei der Variante 1 können der südliche und der nördliche Teil als Aufenthaltsbereich für maximal 50 Personen genutzt werden. Die Kosten für diese Variante belaufen sich auf 34 000 Franken. Neben der Anpassung der Lüftung sind diverse brandschutztechnische Massnahmen zu treffen (Fluchttüren, Bildung von Brandabschnitten, Notbeleuchtung etc.).

Bei der Variante 2 können der südliche und der nördliche Teil der Anlage als Aufenthaltsraum genutzt werden, wenn sich maximal 100 Personen darin befinden. Zu den Brandschutzmassnahmen, die bereits für die Variante 1 umgesetzt werden müssen, kommt zusätzlich die Sicherstellung des Fluchtweges über die West-Treppe und die Erstellung einer Brandmeldeanlage. Die Treppe ist heute zu schmal und müsste mit einer Metallkonstruktion ergänzt werden. Die Kosten für die Variante 2 belaufen sich auf rund 73 000 Franken.

Eine Umfrage bei den Vereinen hat ergeben, dass ein grosses Bedürfnis an Lagerräumen und teilweise auch Aufenthaltsräumen besteht. Nach eingehender Diskussion hat sich der Rat für die Variante 1 entschieden. Der ehemalige Sanitätsposten Hinterbüel wird nach dem Rückbau der zivilen Nutzung zugeführt und den Vereinen zugänglich gemacht. Dafür wurde ein Nachtragskredit von 34 000 Franken bewilligt.

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