Olten
Jetzt ploggen sie wieder

Der Werkhof Olten lädt zum «bewegten Sammeln» von Abfällen ein.

Urs Huber
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Eine kurze Info läutet jeweils den Plogging-Event ein.

Eine kurze Info läutet jeweils den Plogging-Event ein.

Oltner Tagblatt

In seiner Botschaft bringt’s der Leiter des städtischen Werkhofs, René Wernli, auf den Punkt: «Für kommenden Samstag suchen wir wieder Jogger, Walker, Fahrrad- und Trottinettfahrer, Boarder und Skater, Spaziergänger und all jene, die sich etwas bewegen und dabei noch etwas Gutes für die Umwelt tun wollen.» Die Rede ist dabei, Eingeweihte werden es wissen, vom dritten Plogging-Event in Olten. Sich bewegen und dabei die Umgebung von liegengelassenem und weggeschmissenem Zivilisationsgut befreien ist Hintergrund der Aktion. «Das geht auch unter Corona-Bedingungen», meint Nicole Schumacher, als Leiterin Administration Werkhof die Verantwortliche der Veranstaltung. «Aus diesem Grund verzichten wir auch auf die bildlichen Intros zu Beginn der veranstaltung. «So können wir die Distanzen zueinander besser einhalten.» Im Übrigen aber seien Plogger erfahrungsgemäss im familiären Verbund, im Freundeskreis oder allein unterwegs. «Das bleibt auch so», sagt Nicole Schumacher. Die Teilnehmenden könnten, ausgerüstet mit Handschuhen und Abfallsack, allein oder in Gruppen loslaufen.

3. Oltner Plogging-Event

Samstag 5. September 2020; Start/Ziel: Werkhof Olten. 09 Uhr: Begrüssung, 09.30 Uhr: Start Plogging, ab 10.30/11.00 Uhr: Rückkehr und anschliessend kleine Stärkung.

Das Litteringphänomen in Olten hat sich nicht minimiert. Im Gegenteil. Rund 1500 Liter Abfall wurden jeweils pro Event innert einer guten Stunde zusammengetragen. Die Verantwortlichen rechnen denn auch mit gleichbleibenden Sammelergebnissen. Natürlich sind nicht immer Bilder, Autoscheinwerfer und -nummer oder andere elektronische Geräte unter dem Sammelgut. Meist bleibt draussen auf den städtischen Hotspots vor allem viel Alltägliches liegen; Papierfetzen, Glas- und Petflaschen, weiteres Verpackungsmaterial; die kleinen Dinge des Alltags eben, die achtlos liegengelassen oder fortgeschmissen wurden und jetzt die Umgebung verunstalten. Die Hotspots der Stadt sind übrigens auch dieselben geblieben: Ländiweg, Stadtpark, Vögeligarten, Hardflue, Kantonsschule oder etwa das Chessiloch, um nur einige zu erwähnen.

In den letzten beiden Jahren haben sich rund 40 Personen an der «bewegten Aufräumaktion» beteiligt. «Es wird sich am Samstag wohl im selben Rahmen bewegen», meint Nicole Schumacher. Aber man weiss ja nie. «Auf jeden Fall ist der Spass am Event umso grösser, je mehr Ploggerinnen und Plogger sich beteiligen», so Wernli. Die beiden Organisatoren des Plogging-Events sind sich denn auch einig, dass im kommenden Jahr die vierte Austragung auf dem Programm stehen wird.

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