Insgesamt 259 Millionen Franken an Bundesgeldern flossen bis heute über die Agglomerationsprogramme in die Verkehrs-Infrastrukturanlagen der Agglomeration AareLand, verkündet der Verein AareLand in ihrer Medienmitteilung.

Dazu sagte Roland Fürst, Vorsteher des Bau- und Justizdepartementes des Kantons Solothurn, am diesjährigen Frühlings-AareLandsGemeinde des Vereins AareLand im Oltner Stadthaus: Es gelte jetzt aber, die anstehenden Projekte aus der 1. und 2. Generation zeitgerecht zu realisieren und die Bundesmittel auch tatsächlich abzuholen. Kantone und Gemeinden seien nun stark gefordert.

Der Bund finanziere nur Projekte, die eine hohe Wirkung erzielen und ein sehr gutes Kosten-Nutzenverhältnis aufweisen, habe Fürst erklärt. Da die Umsetzungsperformance bei der Wirkungsbeurteilung mitberücksichtigt wird, habe sie einen direkten Einfluss auf den Beitragssatz des Bundes. «Nehmen wir die Schaufel also möglichst früh in die Hand» wird Vereinspräsident Hans-Ruedi Hottiger, Stadtammann von Zofingen und Präsident des Regionalverbandes zofingenregio, zitiert.

Öffentliche Mitwirkung läuft

Nach der Mitteilung standen im Fokus der Versammlung die Projekte aus der dritten Generation. Für das Agglomerationsprogramm der dritten Generation laufen nämlich bis zum 20. Mai 2016 die Behördenvernehmlassung und die öffentliche Mitwirkung. Teilnehmen kann man über die Website.

Für die dritte Generation sollen ein Projekt im öffentlichen Verkehr, sechs Massnahmen des motorisierten Individualverkehrs sowie zehn Fuss- und Veloverkehrs-Massnahmen für die Mitfinanzierung durch den Bund eingereicht werden. Die finanziell gewichtigsten Projekte sind die Aufwertung der Oltnerstrasse in Aarburg und die Wiggertalstrasse Abschnitt Nord inklusive der flankierenden Massnahmen auf der Ortsdurchfahrt Rothrist. Investitionsvolumen: je 25 Millionen Franken. Beim Bund muss das Agglomerationsprogramm der dritten
Generation Ende Jahr eingereicht werden.

An der Versammlung hat der Vereinspräsident Hottiger laut der Mitteilung auch die Auftrags-Studie «Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gemeinden des AareLandes» erwähnt. Kernthema der Studie sei die Frage gewesen: «Funktioniert das System ‹ambulant vor stationär›?» Die Erkenntnisse der Studie werden in der Mitteilung nicht genannt. Der Vereinspräsident habe an der Versammlung nur «ganz kurz erste Erkenntnisse» erläutert, da der AareLandRat die Resultate noch nicht abschliessend habe würdigen können. (mgt/otr)