Dulliken
Jetzt ist es klar, wie es zum Grossbrand in der Härterei kam

Bei ganz normalen Routine-Arbeiten ist etwas schief gegangen – und schon stand die Fabrik in Flammen. Der Brand sorgte für grosses Chaos in Pendlerverkehr.

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Ein Tag nach den Flammen wird das Ausmass erst richtig sichtbar. Russ und Löschwasser hinterliessen ihre Spuren in der Härterei Schmid.

Roger Hofer, Mitinhaber und Geschäftsführer begutachtet die beschädigte Fabrikhalle. Gegenüber TeleM1 sagt er: «Ich bin seit 40 Jahren in dieser Firma, habe hier als Nobody angefangen und mich hochgearbeitet. Das tut einfach weh.»

Grossbrand in der Härterei Schmid in Dulliken
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Grossbrand in Dulliken

Grossbrand in der Härterei Schmid in Dulliken

Bruno Kissling

Ausgebrochen ist der Brand bei einem Industrieofen. Die Härterei benötigt ihn, um Metallteile robuster zu machen. Mit seinem Team hat Hofer eine Pumpe belüftet. Diese Arbeiten hat er schon unzählige Male gemacht. «Es ging schnell, es hat aus der Pumpe einen Öl-Spritzer gegeben und das konnte sich entzünden. Innert Sekunden stand dann der ganze Ofen in Flammen.»

Der Brand an der Industriestrasse in Dulliken brach am Freitagnachmittag etwa um halb drei aus. Rund 120 Feuerwehrleute aus der ganzen Region waren bei den Löscharbeiten im Einsatz.

«Zuerst schauten wir natürlich, dass alle Leute aus der Fabrik kommen. Das ist uns auch sehr schnell gelungen. Dass niemand verletzt wurde, ist das Wichtigste.»

Mehrere hunderttausend Franken Schaden hat der Brand verursacht. Vermutlich muss man sogar einen Teil der Firmenhalle abreissen. Aber für Hofer ist es Glück im Unglück: «Im ganz neuen Teil können wir ab Montag weiterproduzieren. Dieser ist intakt. Dann schauen wir weiter.»