Die Meinungen gehen schon seit längerem auseinander über die Gestaltung der Ziegelfelstrasse in Olten: «Zu pompös, zu aufwendig, zu teuer» rufen die einen, die andern warten gespannt, was denn mit der Ziegelfelstrasse noch alles passieren möge, bis auf städtischem Gebiet die flankierenden Massnahmen der Entlastung Region Olten (ERO) umgesetzt sind.

Finissage noch diese Woche

Und bis Ende August sind diese auch tatsächlich abgeschlossen, wie Projektleiter Lothar Bürgi vom kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) erklärt. Derzeit werden die Oberflächen der in der Mitte des Strassenraums angelegten Mehrzweckstreifen, die vor wenigen Tagen noch mit einen augenscheinlich üblichen Asphaltbelag versehen wurden, «rund 2 mm abgeschliffen», wie Bürgi erklärt.

Die städtebauliche Aufwertung des Mehrzweckstreifens auf Oltner Stadtgebiet führt zu Mehrkosten von rund 135'000 Franken. Auf die Stadt entfallen davon knapp 18'000 Franken.

Die städtebauliche Aufwertung des Mehrzweckstreifens auf Oltner Stadtgebiet führt zu Mehrkosten von rund 135'000 Franken. Auf die Stadt entfallen davon knapp 18'000 Franken.

Der aufgebrachte Belag sei beim Auftrag an dessen Oberfläche mit einer Schicht Bitumen versehen, die nun abgeschliffen werde. Das lasse den Belag, mit einer ausgesprochen hellen Körnung, deutlich heller werden als jenen der beiden Fahrstreifen. «Das Sonnenlicht lässt ihn mit der Zeit dann noch heller werden», weiss Bürgi.

Weniger verkehrsdominiert

«Die städtebauliche, gestalterische Idee ist ursprünglich, den Strassenraum zwischen Wangen und Olten mit dem helleren Mehrzweckstreifen siedlungsverträglicher, also weniger verkehrsdominiert wirken zu lassen», so der Mann vom AVT. Ob dies nicht auch durch eine simple aufgetragene (Flächenmarkierung hätte erreicht werden können, wie das die Skeptiker der aktuellen Ausführung als Argument ins Feld führen? Etwa durch den Auftrag roter Farbe, wie man dies von Velostreifen her kennt?

Bürgi meint, ein solches Vorgehen sei in diesem Fall nicht unproblematisch. Zum einen sei habe ein solcher roter Belag samt Farbe für die Velofahrer eine verkehrsführende und für die Autofahrer eher im eine hinweisenden, warnende Funktion zu verstehen. «Das gilt für den Mehrzweckstreifen nicht», so Bürgi. Und zum andern seien Farbaufträge dieser Art nicht von grosser Beständigkeit. «Sieben, acht Jahre halten die höchstens und bleichen rasch aus», meint Bürgi.

Deren Erneuerung sei auch immer mit Unterhaltsarbeiten und Kosten verbunden. Ganz abgesehen von der glatteren Oberfläche, von der auch eine gewisse Gleitgefahr ausgehe sowie der optischen Wirkung. Insofern sei die an der Ziegelfeldstrasse getroffenen Lösung sicher die Zweckmässigste und Nachhaltigste, meint der Projektleiter.

18'000 Franken von der Stadt

Die städtebauliche Aufwertung des Mehrzweckstreifens auf Oltner Stadtgebiet führt zu Mehrkosten von rund 135'000 Franken. Auf die Stadt entfallen davon knapp 18'000 Franken. Die Arbeiten können übrigens dem Terminplan entsprechend abgeschlossen werden.