Olten/Aarburg
Jetzt auch mit Kinderliedern: Olten Tourismus lanciert Familientour mit Christian Schenker

Von (fast) allem mehr, trotz nur bedingt optimaler Voraussetzungen: Der Verein Region Olten Tourismus präsentierte an seiner 34. Generalversammlung in Aarburg eigentlich nur Positives.

Urs Huber
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Urs Huber

Einen schmalen Betriebsgewinn (knapp 600 Franken), eine Steigerung der Logiernächte um 4,5 Prozent auf 174'122 Einheiten für sein Hoheitsgebiet (Bezirke Olten, Gösgen, Thal und Gäu), und gesteigerte Frequenzen im Tourist Center, auch wenn der darüber abgewickelte Ticketverkauf rückläufige Tendenz aufweist.

«Die Steigerung der Anzahl Logiernächte ist insofern bemerkenswert, als dass einige grosse Messen wie diejenige der Basel World etwa mit einem Ausstellerrückgang kämpfen. Das schlägt in der Regel auch bis Olten durch», so Deny Sonderegger, Präsident von Region Olten Tourismus.

Dass die Anzahl der Logiernächte dennoch habe gesteigert werden können, wertete der Präsident als Zeichen einer verstärkt spürbaren Wahrnehmung der Region Olten als eigenständige Tourismusdestination. Und mit der Strategie des Vereins waren alle rund 60 anwesenden Mitglieder auch einverstanden. Sämtliche Geschäfte passierten ohne Gegenstimme.

Rekord da, Minus dort

Auf der Geschäftsstelle konnte im ausgelaufenen Jahr 2017 bereits der zweite Rekord nach 2016 verzeichnet werden. 1870 Gäste (+7 Prozent) nahmen dort die Dienste in Anspruch.

Somit wurde das Rekordjahr 2016 noch einmal getoppt. Geschäftsführer Stefan Ulrich hatte allerdings im selben Prozentumfang einen Rückgang bei den Stadtführungen zu verzeichnen. «Der Ausfall der beliebten satirischen Stadtführungen mit Ruedi & Heinz alias Rhaban Straumann und Matthias Kunz hat sicher zur geringeren Zahl an Buchungen geführt», so Ulrich.

Hätte dieses Angebot das ganze Jahr über zur Verfügung gestanden, die Anzahl der Führungen (240) wäre noch einmal gestiegen. Jedenfalls waren knapp 3800 Personen (Vorjahr 3945) an den Stadtführungen dabei.

Schriftstellerweg wird ausgebaut

Auch Olten als Kongressstadt hat sich am Markt behauptet. 55 bearbeitete Anfragen (+57 Prozent) legen Zeugnis davon ab. Und auch Olten als Literatour-Stadt hat sich mit seinem Schweizer Schriftstellerweg in der Tourismuslandschaft einen hohen Beachtungsgrad verschafft.

Der Weg gilt als sogenanntes Alleinstellungsmerkmal. Oder kommun ausgedrückt: nirgendwo sonst gibts in der Schweiz etwas Vergleichbares. Und weil der Verein an einen Weiterausbau dieser touristisch-kulturellen Idee glaubt (1500 verkaufte Bücher, CDs und Kopfhörer oder knapp 43'000 Aufrufe auf der entsprechenden Homepage sprechen eine deutliche Sprache), folgt im April die Eröffnung der Familientour mit dem hiesigen Kinderliedermacher Christian Schenker.

An elf Stationen können Schenkers Lieder oder dessen lustige Geschichten angehört werden. Als roter Faden hält die Idee «Chomm mir boue e Isebahn» her – passend zur Eisenbahnerstadt. Hinzu kommt eine Entdeckerkarte, erhältlich im Tourist Center, im Astoria oder in der GlaceGalerie, auf «welcher es viel Spannendes zu zählen und herauszufinden gibt», wie Region Olten Tourismus festhält.

Auf besten Wegen

Der Verein sei kerngesund, zähle 223 Mitglieder, sei gut vernetzt, könne auf treue Sponsoren zählen und sei auf besten Wegen: In etwa so liesse sich das Fazit von Präsident Sonderegger widergeben. Der sucht künftig ein verstärktes politisches Engagement beziehungsweise will die politische Vernetzung des Vereins stärken.

Am Rand der Versammlung wurden auch verdiente Mitarbeitende geehrt. Cornelia Flury für 5 Dienstjahre im Tourist Center sowie die Stadtführerinnen Rosmarie Oswald, Emma Anna Studer, Rosetta Niederer und Monika Flury für deren 15-jähriges Engagement.