Elf stimmberechtigte Anwesende hiessen am Montagabend Jahresrechnung, Kreditabrechnung Marktgasse 25 sowie eine Totalrevision der Gemeindeordnung gut. Zu reden gab eigentlich nur die Totalrevision, welche mit der Auflösung der Forstkommission im Zusammenhang steht. Der Forstbereich der Bürgerschaft geht in der Forstbetriebsgemeinschaft Unterer Hauenstein auf, die bisher zuständige Kommission wird zur Liegenschaftskommission, deren Kompetenzregelung aber Fragen offen liess. Mit einer Umstellung der Satzreihenfolge im entsprechenden Paragrafen konnte das Problem soweit geklärt werden, dass die Revision eine klare Mehrheit fand. Immerhin drei der elf Stimmberechtigten enthielten sich dennoch der Stimme.

Aufwandüberschuss

Gelassen zur Kenntnis nahmen die Anwesenden dagegen den Aufwandüberschuss von 273'000 Franken. Die Sparten Allgemeine Verwaltung (-337'000 Franken), die Hofgüter (-97'000 Franken) sowie das Alters- und Pflegeheim Weingarten (-46'000 Franken) trugen zum Aufwandüberschuss bei, während die Rechnung Platanen (173'000 Franken) und der Forst (25'000 Franken) zur Entspannung der Situation beitrugen. «Die Hofgüter mit dem Sälischlössli und dem Restaurant auf der Froburg können kaum kostendeckend geführt werden», so Bürgerpräsident Felix Frey in seinem Rechenschaftsbericht. Die Rechnung der Liegenschaften Marktgasse/Oberer Graben (5300 Franken) schloss mit einer schwarzen Null.
Sämtliche von der Bürgergemeinde Olten bewirtschafteten sieben Stiftungen sind «gut im Tuch», wie der Volksmund so sagt. Deren gesamtes Vermögen steht per Rechnungsabschluss auf rund 5,2 Millionen Franken und wird seit Jahren kaum angetastet. Der Jenny von Arx-Stiftung wurden 2017 gerade mal 7000 Franken entnommen, das Stiftungsvermögen beläuft sich auf knapp 500'000 Franken. Ähnliches liesse sich über die Albert und Emmy Bolliger-Landert-Stiftung sagen, aus welcher 25'000 Franken entnommen wurden. Das Stiftungskapital beläuft sich dort auf knapp 640'000 Franken.