Unter dem Namen «I Cumpari – Vespa Club Olten» wurde im Februar dieses Jahres ein neuer Verein gegründet. Der Klub soll als Plattform und Treffpunkt für Liebhaber der Motorroller Vespa und Lambretta dienen. Rund einen Monat nach seiner Gründung zählt der Verein bereits über 20 Mitglieder.

Diese wollen ihre Freizeit nicht nur den Kultgefährten widmen, sondern auch dem italienischen Lifestyle, der Italianità. Darunter verstehen sie laut Gründungsmitglied Marco Ialuna Folgendes: Bei feinem italienischem Essen zusammensitzen, plaudern, lachen und geniessen. Vom Ausdruck «dolce far niente» distanzieren sie sich allerdings bewusst. Und warum dies? Ialuna meint: «Diese Redewendung wird oft mit Faulheit in Verbindung gebracht.»

Den Alltag entschleunigen

Und doch wollen I Cumpari den Alltag ein Stück weit entschleunigen mit ihren Vespas, die gemäss Ialuna zu gemütlichen Ausfahrten einladen und nicht zu Rennen verleiten. Darüber hinaus will man sich «vielleicht ein Mal monatlich zum gemütlichen Hock treffen», wie Ialuna sagt.

Dass es überhaupt zur Gründung des Vereins kam, ist beinahe ein Zufall. Marco Ialuna beschreibt die Anfänge so: Kurz vor Weihnachten 2016 trafen sich ein paar gute Freunde, die alle ihre Jugendzeit in Olten verbrachten, nach längerer Zeit im Restaurant «Il Gustolino» und verbrachten einen lustigen Abend.

«Irgendwann sind wir auf die Vespa zu sprechen gekommen und Euphorie hat sich ausgebreitet», erzählt Marco Ialuna. So ist die Idee entstanden, einen Vespa Club zu gründen. Da alle Vorstandsmitglieder süditalienische Wurzeln haben, wurde als Name ein im Süden sehr gebräuchlicher Ausdruck ausgewählt.

«Cumpari» bedeutet gute Freunde. «Das sind die Gründer des Vereins auch», erklärt Ialuna. Sie kennen sich seit der Kindheit. Er sagt zudem: «Wir möchten vermitteln, dass alle Mitglieder des Vereins die gleichen guten Freundschaften untereinander pflegen – wir möchten alle Vereinsmitglieder zu Cumpari machen.»

Freundschaften pflegen

Um diese Freundschaften zu pflegen sind die ersten geplanten Aktivitäten des Vereins gemütliche Ausfahrten mit den Vespas. Zu den weiteren Details hält sich der Verein noch bedeckt, man soll sich überraschen lassen. Eines aber ist schon jetzt klar. Der Verein bietet auch Hilfe an, wenns um mechanische Fragen rund um die Vespa geht.

Um in der Stadt Olten präsent zu sein sind auch verschiedene öffentliche Auftritte geplant, zum Beispiel an der Chilbi und der MiO, aber auch rund um das Stammlokal der Cumpari, das «Gustolino» an der Aarauerstrasse. Sollte es nicht reichen, alle Events in diesem Jahr auf die Beine zu stellen, so will der Verein spätestens 2018 vermehrt an Oltner Anlässen auftreten.

Freude genügt

Um Mitglied bei den Cumpari zu werden braucht es nicht viel. «Freude an den Fahrzeugen genügt vollkommen», sagt Ialuna. Man muss auch nicht ein Vespafan der ersten Stunde sein. «Einige Mitglieder kamen erst mit über 40 zur Vespa», weiss Ialuna. Die Vorstandsmitglieder allerdings seien schon mit der Marke Piaggio aufgewachsen: «Alle hatten sie zuerst ein Ciao und bereits als Teenager die erste Vespa.» Ialuna lacht. Das beliebteste Modell im Verein ist die Vespa PX 125, die mittlerweile nicht mehr hergestellt wird.

Die Vespas sind allerdings alles Unikate, denn sie wurden von ihren Besitzern individuell angepasst, in Fachkreisen customized genannt. Dazu passend werden jeweils auch Bekleidung und Helm ausgesucht.

Der erste offizielle Auftritt der Cumpari findet am kommenden Samstag, 8. April ab 15 Uhr an der Aarauerstrasse 10 statt. Dort wird allen Interessierten der Klub und dessen Absichten vorgestellt. «Zu Würsten vom Grill, Getränken und weiteren Leckerbissen», wie die Klubverantwortlichen meinen. Und dies im Rahmen eines Vespatreffens «Man kann übrigens auch Passivmitglied werden», sagt Ialuna.