Italianità hält Einzug in Oltens Innenstadt. Verantwortlich dafür in erster Linie: Augenarzt Alex Heuberger, ein Oltner mit eigener Klinik und dem notwendigen Quantum Unternehmertum, um sich Träume zu erfüllen; und seis bloss jenen nach dem Genuss eines Klassikers aus der italienischen Kaffeelandschaft: des Ristrettos.

In Neapel seinerzeit lernte Tourist Heuberger den Duft kennen, den er seither stets in Gaumen und Nase trägt und in seiner Alltagsumgebung wiederzuentdecken sucht. Nun, in seinem Olivo, dem Restaurant an der Baslerstrasse 15, findet der Augenarzt seine Vorstellung ab dem 6. April umgesetzt. Dann öffnet das Restaurant die Pforten erstmals.

Das Restaurant Olivo eröffnet an der Baslerstrasse 15 in Olten.

Das Restaurant Olivo eröffnet an der Baslerstrasse 15 in Olten.

Obwohl Heuberger gerne einräumt: «Olten ist bekanntlich nicht Neapel.» Aber, er habe die Idee eines italienischen Restaurants lange mit sich herumgetragen. Er, der schon als Bub mit italienischen Klassenkameraden in die Sommerferien nach Süditalien fuhr. «Man wurde dabei rasch Teil der Familie», erinnert sich der Augenarzt heiter.

Italianità zelebrieren

Olivo bringt also Italianità an die Baslerstrasse; so viel ist sicher. Hört man Heuberger zu, wird klar: Konzeptionell versucht setzt er dies auf unterschiedlichen Ebenen um. Da wär’ zum einen die Pächterschaft: Mitglieder einer italienischen Familie, allen voran Michael Muraca, dem die Leitung des dreiteiligen Gastrobetriebes obliegt. «Sie bringen einfach das gewisse Etwas mit für diese Branche», sagt Heuberger, lächelt.

Und eben: Der dreiteilige Betrieb, der sich über knapp 40 Meter quer durch die Liegenschaft zieht. An der Baslerstrasse, hinter geschwungener Glasfront, die auch den Blick auf die Strasse freigibt, kommt der Takeaway-Bereich mit Bar zu liegen. Natürlich mit angegliedertem Strassencafé. «Für die schnelle Verpflegung, zum Mitnehmen», wie Heuberger mit Hinweis auf ein geglücktes Ambiente sagt.

Vielleicht mit Cicchetti, so etwas wie italienische Tapas oder andere Leckereien, die man sich vorstellen mag aus der warmen und kalten Küche. «Hier gibts Platz für vielleicht 10, 12 Personen», so Heuberger, der bei dieser Gelegenheit schon mal auf die Manufaktur für Pasta hinweist.

Aus dem ersten Untergeschoss gibts Farfalle, Papardelle, Tagliatelle, Penne Rigatte, Linguini und andere mehr zum Mitnehmen. «Meiner Ansicht nach gibts ein solches Angebot sonst nirgends», sagt Augenarzt Heuberger nicht ohne Stolz.

Fastfood-Atrium

Dem Takeaway-Bereich folgt so etwas wie ein kleines Atrium unter Glasdach. Hier ist der Fastfoodbereich mit Schauküche angesiedelt. Auf die Gäste warten von Pflanzen bespielte Wände, dort sind auch Projektionen aller Art möglich: Bilder, Filmausschnitte. Alles für rund zwei Dutzend Gäste konzipiert, die sich unter anderem an Hochtischen verpflegen und auch schon mal einen Blick in die Küche werfen können.

Aber natürlich hat der Maestro auch an jene Kundschaft gedacht, die sich gerne an der Atmosphäre des herkömmlichen und bedienten Restaurants erfreuen mag: Tische, Stühle, ein an römische Reliefs erinnernder Plattenboden, Tapetenwände und auch hier die Möglichkeit, Multimedia-Vorhaben umzusetzen.

Noch sind die Umbauarbeiten im Gange.

Noch sind die Umbauarbeiten im Gange.

«Das kann man zwar in andern Restaurants auch, aber dann muss man immer das Säli aufsuchen», kommentiert Heuberger die Infrastruktur. Das bediente Restaurant ist am einfachsten über die Konradstrasse zu erreichen, die vor dem Olivo als Stichstrasse verläuft.

Natürlich mit bester Aussicht aufs künftige Kunstmuseum, dem Hübelischulhaus. Und wer sich vom Restaurant via Treppe ein Stockwerk höher begibt, findet dort eine weitere Exklusivität: eine bediente Aussenterrasse.

Noch mehr Gastrobereich

Noch nicht genug der Angebote? Olivo ist nämlich ein wahres Schatzkästlein und bietet in seinem Untergrund weitere Gastromöglichkeiten wie etwa die einer Bar und Lokalität mit kleiner Bühne. «Warum nicht ab und an ein Jazzkonzert hier», fragt Heuberger rhetorisch. Ein Projekt für später, wie er sagt. Und was heisst schon? «Sicher erst nach der Eröffnung vom 6. April», beantwortet er die Frage.

Nach einer Bau- und Vorbereitungszeit von mehreren Jahren schliesst sich am 6. April der Kreis. «Eine intensive Zeit», bemerkt Heuberger. Der Klarsichtboden übrigens, welcher einst über jenem Erdreich verlaufen sollte, welches im Jahr 2016 Römerfunde preisgab, konnte aus bautechnischen Gründen nicht realisiert werden. Aber Grabungsfunde aus der Oltner Römerzeit werden dennoch ihren Platz in den Lokalitäten finden, wie Heuberger sagt.

Tut sich da etwa ein Luxustempel auf? Der Augenarzt verneint, spricht von moderaten, fairen und nicht überrissenen Preisen. Wichtig seien ihm Atmosphäre, das Setting. Und wohl auch das mediterrane Flair, Kaffeegenuss inklusive.