Verkehrssicherheit
Ist in der Oltner Begegnungszone der «Glatteiseffekt» garantiert?

Besorgte Zweiradfahrer fürchten um die Sicherheit wegen der aufgetragenen Beläge in der Begegnungszone der Stadt Olten. Die Baudirektion beruhigt.

Urs Huber
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Lieblich altrosafarben – aber in den Augen der Zweiradfahrer doch gefährlich: Bodenmarkierungen in der Begegnungszone Bruno Kissling

Lieblich altrosafarben – aber in den Augen der Zweiradfahrer doch gefährlich: Bodenmarkierungen in der Begegnungszone Bruno Kissling

Bruno Kissling

Allmählich nimmt sie Gestalt an, die Begegnungszone Oltens. Farbige Flächen wurden und werden auf den Strassenbelag aufgetragen. Speziell auffällig: die altrosafarbenen grossflächigen Vierecke. Diese wiederum spülen speziell bei Zweiradfahrern doch einen gewissen Unmut empor.

Grund: Sie fürchten die Flächen wie der Teufel das Weihwasser, denn bei Regenwetter, so sagen sie, bestehe erhebliche Rutschgefahr. «Die roten Rechtecke sind schlimmer als Fussgängerstreifen», sagt einer, der die Fläche getestet haben will. Selbst bei trockenem Wetter würden diese schmierig und beim Bremsen für zu wenig Haftung sorgen. «Bei Regenwetter wohl erst recht», schiebt ein genervter Velofahrer hinterher.

Der Gefahren bewusst

Man sei sich der Rutschgefahr durchaus bewusst gewesen, welche durch den Auftrag der Flächen entstehe, meint Aldo Stoppa von der städtischen Baudirektion. Aber er gibt umgehend Entwarnung. Das aufgetragene Material, Kaltplastik mit Struktur und eingearbeitetem Quarzsand, entspreche den Empfehlungen des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute. Und Urs Bossert von der beauftragten Firma Wyssbrod meint: «Der altrosafarbene Belag weist einen höheren Rutschwert auf als ein solcher auf einem Radweg.» Die Struktur sorge dafür, dass Wasser abfliessen könne.

Das Material sei sicher schon seit zehn Jahren auf dem Markt und habe sich bewährt. Allerdings hafte der Belag nicht auf metallischen Untergrund; darum etwa würden Schachtdeckel jeweils ausgespart.

Das sei auch in Olten der Fall. Den Umstand, dass nicht alle Flächen in Olten gleichmässig aufgetragen scheinen, führt Bossert auf unterschiedlich porösen Untergrund zurück. Appliziert worden sei das Material stets in gleicher Weise und Menge pro Fläche.

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