Olten
International Photo Festival eröffnet – und plötzlich gibts den Hauch von Welt

Das 2. International Photo Festival Olten ist am Mittwoch eröffnet worden. Es vereinigt im Kunstmuseum und in der Stadtkirche Bilder, die noch immer bewegen.

Urs Huber
Merken
Drucken
Teilen
Eröffnungsabend International Photo Festival Olten IPFO 2019
29 Bilder
Der Eingang zur Ausstellung in der Stadtkirche Olten.
Ein Zelt zwischen den Ausstellungsorten Kunstmuseum und Stadtkirche war der eigentliche Hotspot der Eröffnung.
Marco Grob begrüsste dort die Gäste auf Englisch
Den Worten von Marco Grob lauschen; 2. links Katja Herlach, Kunstmuseum Olten.
Eröffnungsabend International Photo Festival Olten IPFO 2019
Eröffnungsabend International Photo Festival Olten IPFO 2019
Lars Boering, Generaldirektor der Organisation World Press Photo
Genussvolles Ambiente im Freien
Werke von Nick Ut (links) und Harry Besnon (2.v.r.) sind zu sehen
Eröffnungsabend International Photo Festival Olten IPFO 2019
Marco Grob begrüsst Gäste.
Seven alias Jan Dettwyler und seine Frau Zahra waren unter den Gästen
Marco Grob
Roland Schibler (alt Obernaar Olten), Martin Wey (Stadtpräsident Olten) und Benvenuto Savoldelli (Stadtrat Olten).
David Hueskes (Basel/New York) und Zahra Dettwyler.
Plaudern an runden Tischen am Eröffnungsabend.
Auch im Stehen unterhält man sich gut am Eröffnungsabend.
Seven und Marco Fritsche
Blick in die Ausstellung im Kunstmuseum, wo Fotografien von Harry Benson zu sehen sind.
Machsch es Föteli? Diesmal aus dem Kasten.
Die Programme zur Ausstellung.
Die spezielle Optik: Die IPFO im Fokus.
Nik Hartmann, Fernseh- und Radiomoderator (links) und Yves Stuber, KOLT-Verlagsleiter.

Eröffnungsabend International Photo Festival Olten IPFO 2019

Bruno Kissling

Natürlich wirkt das Kunstmuseum Olten als Bau mittlerweile etwas ramponiert; die knarrenden Holzböden sind daran eigentlich noch das Charmanteste. Aber eben: Darüber schaut man hinweg, wenn Fotograf Marco Grob jeweils zum International Photo Festival in seine Heimatstadt lädt, im Schlepptau die Crème de la Crème der Fotografengilde oder zumindest deren Werke: Harry Benson oder etwa die Pulitzer-Preisträger Dan Winters und Lynsey Addario sind heuer mit von der Partie. Dann, ja dann gibts plötzlich den Hauch von Welt in der Stadt.

Am Mittwoch war’s wieder so weit, auch wenn das Kunstmuseum mit Fotografien Harry Bensons nicht eigentlicher Hotspot der Eröffnung war, sondern ein respektables Zelt zwischen den Ausstellungsorten Kunstmuseum und Stadtkirche. Es erinnerte nicht wenig an koloniale Zeiten. Natürlich soll Olten und seine Region nicht fotografisch kolonialisiert werden, aber zur Inspiration und Motivation sind sie schon gekommen, die Big Shots der zeitgenössischen Fotografie.

International Photo Festival Olten

Donnerstag bis Samstag, 29. bis 31. August 2019.

Programm und Ticketverkauf auf www.ipfo.ch.

Ausstellungen: «Harry Benson: «Seeing America» im Kunstmuseum Olten sowie «Iconic Images» der Agentur World Press Photo in der Stadtkirche Olten bis 8. September.

Es mutet komisch an, in Olten Englisch zu reden

Es hatte für Marco Grob, den eigentlichen Initiator des Photo Festivals, auch etwas Berührendes, die vielen Gäste in Englisch zu begrüssen. «Es kommt mir komisch vor», liess er die grosse Gastgemeinde noch wissen, ehe er im anglophonen Stil weiterfuhr. Der internationalen Gäste wegen, die fast ausnahmslos englischer Muttersprache sind. Lars Boering, Generaldirektor der Organisation World Press Photo, die in der Stadtkirche ausstellt, fand es jedenfalls fantastisch, dass Grob einen schönen Teil seiner Nachbarschaft in Olten in Englisch begrüssen könne.

Natürlich war da noch der Dank, zum einen von denen, die ausstellen, zum andern das Kunstmuseum, welches Ausstellungen beherbergt. Und natürlich ging der Dank auch an die Protagonisten des International Photo Festival Olten, die samt und sonders ihre Dienste gratis zur Verfügung stellen. Das war ein Applaus wert.