Olten
Institut zieht um, um den Bildungshunger besser stillen zu können

Die k&w Schulen Olten ziehen um; ein moderates Wachstum am alten Standort hat zu Raummangel geführt.

Urs Huber
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Mehr Platz an der Industriestrasse 36: Der neue Standort der k&w Schulen in Olten.

Mehr Platz an der Industriestrasse 36: Der neue Standort der k&w Schulen in Olten.

Oltner Tagblatt

Es ist eigentlich ein Familienunternehmen; fest in den Händen der Kochs. Tochter Denise wirkt als Schulleiterin, Lehrerin und Coach Sekundar an den k&w Schulen. Zusammen mit Vater Martin und Mutter Christina gehört sie zur dreiköpfigen Geschäftsleitung der Privatschule an der Solothurnerstrasse 187 in Olten. Das Institut hatte vor gut zehn Jahren mit einem Schüler und einer Schülerin begonnen. Heute zählt die staatlich anerkannte Privatschule 35 Kinder und Jugendliche zwischen der 4. Primarschulklasse und dem 10. Schuljahr. Die meisten von ihnen stammen aus der Region Olten und dem Kanton Aargau. Wer die jetzigen Räume betritt, findet sich – zumindest als Aussenstehender – in einer sympathisch wirkenden Bildungslandschaft wieder.

Die räumlichen Grenzen gesprengt

Damit aber ist nun Schluss. «Wir wollten eigentlich immer langsam wachsen», sagt Schulleiterin Denise Koch. Jetzt, im Jahr 2020, lässt sich sagen: Ziel erreicht. Aber Wachstum sprengt Grenzen. Auch an der Solothurnerstrasse. Deshalb hatte das Geschäftsleitungstrio vor einem Jahr begonnen, sich in der Region umzusehen. Denn: «Es wurde doch langsam eng hier», beschreibt Denise Koch die Situation am jetzigen Standort. Auch Schüler hatten sich in dieser Richtung geäussert. Dann begann, wie man in Bildungskreisen so sagt, die Evaluation neuer potenzieller Standorte. «Wir haben uns mehrere mögliche Liegenschaften angesehen», sagt Martin Koch.

Logisch: Nicht alle passten. Raumaufteilung, flexible Nutzung, Rückzugsorte, Umgebung, Küche, Toilettenanlagen und anderes mehr. Eine Tageseinrichtung wie die k&w Schulen hat eben ziemlichen Raumbedarf. Deren lernorientierte, individuell gestaltete Praxis mit Niveauunterricht, Lernstudio und Atelier akzentuiert diesen zusätzlich. «Und natürlich war auch der Preis eine Frage», sagt Christina Koch. Item: Der neue Standort sollte jedenfalls räumlich deutlich grosszügiger veranschlagt sein als jener an der Solothurnerstrasse, wo bislang rund 450 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Von der Solothurner- an die Industriestrasse

Und siehe da: Die k&w Schulen wurden fündig. «Der Quadratmeterpreis ist im Vergleich zum Standort Solothurnerstrasse praktisch derselbe», erzählt die Schulleiterin. Ab kommendem Schuljahr wird der Lernbetrieb an der Oltner Industriestrasse 36 fortgeführt. Rund 700 Quadratmeter stehen neu zur Verfügung. «Mit lichten Räumen, schöner Aussicht und bestens erreichbar mit den öffentlichen

Es wurde doch langsam eng hier.

(Quelle: Denise Koch, Schulleiterin)

Verkehrsmitteln», wie das Leitungstrio betont. «Das zusätzliche Raumangebot werden wir sicher zu nutzen wissen», lacht Denise Koch. «So haben wir ab August 2020 mehr Platz für unsere Primarschüler, eine neue Küche mit grossen Tischen und ein Lernstudio mit Wow-Effekt.» Und natürlich gibt’s im Unterricht etwa auch den Fachbereich Musik, aus dem Bands hervorgehen. Deren Probearbeit soll andere bei ihrem Wirken nicht stören. Auch dafür ist am neuen Standort gesorgt.

Derzeit leicht im Schwebezustand

Derzeit schweben die k&w Schulen allerdings leicht im Nichts. Die Coronakrise hat den zentralen Unterricht unterbrochen, Homeschooling ist mittlerweile angesagt. Der alte Standort wird Anfang Juli aufgegeben und ab dem 10. Juli ist man an der Industriestrasse bereit. Dennoch: «Wir treffen uns jederzeit und gerne mit Interessierten, die mehr über unserer Schule erfahren wollen», sagt Christina Koch.
Apropos alter Standort: Der soll verkauft werden, für 1,1 Mio. Franken. «Die Liegenschaft mit Wohnteil findet sich in der gemischten Zone, ist also durchaus geeignet für gewerbliche Tätigkeiten», wie Martin Koch erklärt. Die Nutzung als Kindertagesstätte, als Atelier für Grafikunternehmen oder Architekturbüros ist ebenfalls denkbar. Bereits liegen Anfragen vor, wie Christina Koch erklärt.