Oltner Wetter
Innert einer Stunde gabs 39 Millimeter Niederschlag

Der viertwärmste Sommer und der fünftwärmste August seit Messbeginn im Jahre 1864 liegen hinter uns.

Karl Frey
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Am späteren Nachmittag vom 18. August erlebte Olten den grössten Platzregen der letzten Jahrzehnte. (Symbolbild)

Am späteren Nachmittag vom 18. August erlebte Olten den grössten Platzregen der letzten Jahrzehnte. (Symbolbild)

Keystone

Das Wetter im August hatte zwei wichtige Merkmale: Es waren die Hitzeperioden vom 14. bis 16. und vom 26. bis 28. August, an denen die täglichen Maximaltemperaturen auf über 30 Grad stiegen, was sieben Hitzetage ergab; vier mehr als im Mittel zwischen 1951 bis 2000.

Am späteren Nachmittag vom 18. August erlebte Olten den grössten Platzregen der letzten Jahrzehnte, wobei innerhalb einer Stunde 39 mm regen fielen, die Hälfte der ganzen Monatsmenge. Die Mitteltemperatur vom August von 20,4 Grad (Gheid: 19,5 Grad) zeigte gegenüber der Zeitperiode 1901 bis 1960 eine Abweichung von +3,3 Grad und gegenüber der Zeitperiode 1981 bis 2010 eine solche von +1,7 Grad. Der August 2016 war der fünftwärmste seit 1864.

Der Sommer 2016 kann charakterisiert werden durch den regenreichen Juni und die beiden folgenden Hochsommermonate, die überdurchschnittlich warm waren, wobei im Juli zahlreiche Gewitter eintraten, die regional zu grossen Schäden führten.

Der Sommer hatte eine Mitteltemperatur von 19,8 Grad (Gheid: 18,9 Grad). Im Gheid lagen die Mitteltemperaturen im Bereich von 12,8 Grad am 14. Juli und von 25,4 Grad am 14. Juni. Die Minimaltemperatur von 8,5 Grad wurde am 15. Juli gemessen, mitten im Sommer und die Maximaltemperatur von 35,7 Grad wurde am 26. und 27. August festgestellt.

Der Sommer hatte 49 Sommertage (+12) und 13 Hitzetage (+5) und war damit der viertwärmste seit Messbeginn. Der mittlere Luftdruck betrug 966,5 hPa, mit den Extremwerten von 953,5 hPa am 15. Juni und 977,6 hPa am 16. Juli.

Bei einer Diskussion übers Klima wurde kürzlich angenommen, dass die Mitteltemperatur in der Schweiz in den letzten 150 Jahren um 1 Grad gestiegen sei. Es steht jedoch fest, dass die Temperaturzunahme in diesem Zeitabschnitt auf der Alpennordseite in unserem Land 1,8 bis 2,0 Grad beträgt.

Beweise zu diesem Wert ergeben die homogenisierten Temperaturreihen von Zürich, Basel, Bern, Genf und auch Olten.

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