«Um 13 Uhr habe ich sie das letzte Mal gesehen», sagt der christkatholische Pfarrer Kai Fehringer. Zu der Zeit hätten die aussergewöhnlichen Kontrollschilder SO 67 noch am blauen BWM vor der Oltner Stadtkirche gesteckt. Knapp drei Stunden später kam durch den Hinweis eines Arbeitskollegen die Erkenntnis: Die Schilder sind weg. «Ich konnte es kaum fassen», so Fehringer. Wohl ähnlich wie dem Pfarrer ging es zwischen Montag und Dienstag vier weiteren Autofahrern aus Olten und Trimbach.

Täterschaft noch unbekannt

Laut der Kantonspolizei Solothurn wurden Anfang Woche insgesamt fünf Fälle von Kontrollschilder-Diebstahl gemeldet – vier ereigneten sich in der Oltner Innenstadt und einer in Trimbach. Eine spezielle Nummer habe aber nur das Kontrollschild der christkatholischen Gemeinde. «Das ist eine aussergewöhnliche Häufung», so Melanie Schmid, Sprecherin der Kapo Solothurn. Mittlerweile habe eine Oltner Betroffene ihr Kontrollschild selber wieder gefunden. Die anderen hingegen hätten bis jetzt weniger Glück. «Aktuell haben wir noch keine Hinweise auf die Täterschaft», so Schmid. Die Ermittlungen laufen.

Möglicher Ärger an Grenzen

Generell rate die MFK aber den Besitzern ab, ein revoziertes Kontrollschild – nach der Sperrfrist von einem Jahr – überhaupt wieder einzusetzen. «Unsere Meldung wird nicht in allen Ländern gleich oder gleich schnell weiter verarbeitet», so Frangi. Deshalb käme es vor, dass die Besitzer am Zoll angehalten werden und Ärger bekommen. «Zumindest mit unseren direkten Nachbarländern gibt es aber keine Probleme.»