Seit rund einem Tag sammeln sie auf einer Crowfunding-Plattform Geld und sind nach gut 24 Stunden schon bei knapp 1600 Franken. Zweck der Sammlung: Mithilfe bei der Umsetzung des Projekts «Grünland». So nämlich heisst der Bioladen, der im August in der Nähe der Oltner Altstadt seine Tore öffnen soll. «Wir sind mit dem Zwischenresultat mehr als zufrieden», geben die Initianten von «Grünland», Simon Kiefer und Nadja Nyffeler, zu verstehen. Beide um die 30 und in Niederbipp BE wohnhaft, wollen eine durch und durch ideelle Idee umsetzen: Einen Bio-Quartierladen mit dem Charme des Persönlichen, in welchem «Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation Standard» sind. «Wir werden ganz sicher auf landwirtschaftliche Produkte aus der Region setzen», so Kiefer. 

Nadja Nyffeler und Simon Kiefer wollen in Olten einen neuen Bioladen eröffnen

Neuer veganer Bioland soll in Olten entstehen

Ab August können sich Stadt und Region an einem neuen Bioladen erfreuen. Nadja Nyffeler und Simon Kiefer wollen ins «Grünland» einziehen.

Weitere Lebensmittel, Haushalt- sowie Geschenkartikel und ein Bistro ergänzen das noch nicht abschliessend festgelegte Sortiment im «Grünland». Unter anderem, wissen Kiefer und Nyffeler, setzt der Bioladen auf ein rein pflanzenbasiertes und fair gehandeltes Sortiment. «Das Angebot an unverpackter Ware kann vom Kunden mit eigenen Mehrwegbehältern bezogen werden», umschreibt Kiefer das besondere Cachet; kompetente, umfassende Beratung inklusive.

Olten prädestiniert

Der Mietvertrag für das Ladenlokal mit 100 bis 150 Quadratmeter Verkaufsfläche ist zwar noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber Kiefer ist zuversichtlich. Der ausgehandelte Mietpreis sei fair, sehr fair sogar, meint er. Also fairer Handel gleich in mehrfacher Hinsicht.

Die Frage, ob Olten der richtige Ort für ein Projekt mit diesem Hintergrund sei, bejaht Kiefer unbedingt. «Olten ist geradezu prädestiniert», meint er. Offene Leute, gutes, quartierorientiertes Klima, überschaubare Grösse mit einem guten Umland, das sei die Mixtur, die «Grünland» suche. Das Duo zeigt sich auch zuversichtlich, die anvisierten 15 000 Franken zu erreichen. Denn während dieses Gesprächs von noch nicht mal einer Viertelstunde Dauer klettert das Einlagebarometer in die Höhe. Bei rund 1800 Franken stehts knapp vor 17 Uhr. 15 Spender haben sich bisher von der Idee «Grünland» überzeugen lassen. Die grösste Zusicherung über 500 Franken erfolgte anonym. Noch läuft die Crowdfunding-Aktion während weiterer 98 Tage.

Und wenn das Geld nicht zusammenkommt, ist «Grünland» dann gefährdet? Kiefer schmunzelt. «Nein, dann werden wir andere Wege finden.» Nyffeler und Kiefer sind entschlossen, das Projekt umzusetzen. Denn «Grünland» steht für stressfreien Einkauf, der den Kunden dabei sicher sein lässt, «etwas Gutes zu tun und die Welt einen kleinen Schritt in eine bessere Zukunft zu bewegen», wie die Initianten sagen.