Hitzeperioden werden charakterisiert durch die Zahl der aufeinanderfolgenden Tage, an denen die tägliche Maximaltemperatur einen Wert von über 30 Grad oder 30 Grad erreicht hat, zudem durch einen mittleren Maximalwert.

Eine derartige eindrucksvolle Hitzeperiode erlebte die Schweiz soeben mit einer Dauer von 8 Tagen, vom 30. Juni bis zum 7. Juli. Das mittlere Maximum dieser Periode betrug 35,5 Grad. Das höchste Maximum wurde am 4. Juli mit 37,3 Grad gemessen, was einem neuen Hitzerekord entspricht. 

Die homogenisierten Temperaturreihen Oltens zeigen, dass der Sommer 2003, der heisseste seit Beginn der Messungen, am meisten Hitzeperioden zustande gebracht hat. Dies in folgendem Ausmass:

10. bis 16. Juni: 7 Tage mit einem mittleren Maximum von 31,6 Grad

22. bis 26. Juni: 5 Tage mit dem Mittel von 32,7 Grad

12. bis 16. Juli: 5 Tage mit einem Mittel von 32,7 Grad

2. bis 13. August: 12 Tage mit einem Mittel von 35,7 Grad beim Maximum von 37,0 Grad

Mit dieser Reihe von Hitzeperioden kann erfolgreich noch diejenige vom 23. Juli bis 4. August 1947 mithalten mit der Dauer von 15 Tagen, einem mittleren Maximum von 36,4 Grad und einer Höchsttemperatur von 37,2 Grad am 29. Juli.

Am 4. Juli 2015 erreichte die Maximaltemperatur den Rekordwert von 37,3 Grad. Das Ausmass der nun immer zahlreicheren Hitzeperioden könnte man in der folgenden Weise qualifizieren: Zahl der Hitzetage plus mittlere Gradzahl, mit denen die 30-Grad-Marke überschritten wird. Dies würde die folgende Rangliste ergeben:

1. Rang: 23. Juli bis 4. August 1947; 15 Tage, 21,4 Punkte

2. Rang: 2. August bis 13. August 2003; 12 Tage, 17,7 Punkte

3. Rang: 30. Juni bis 7 Juli 2015; 8 Tage 13,5 Punkte.