Fasnacht
In Laupersdorf wurde der Fasnacht ein Ende gesetzt

Der Pirat brannte lichterloh und kündigte damit das Ende der Fasnacht in Laupersdorf an. Anders als in anderen Gegenden und in Solothurn, war bereits am Dienstagabend im Thal und im Gäu Böögverbrennen angesagt.

Alois Winiger
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Beim Posieren mit den Tambouren zeigte der Pirat noch ein breites Grinsen ...

Beim Posieren mit den Tambouren zeigte der Pirat noch ein breites Grinsen ...

Es kommt jedes Jahr dieselbe Frage auf, wenn vom Fasnachtsende die Rede ist: Ist nun am Dienstag schon Schluss oder erst am Aschermittwoch? (Mal abgesehen davon, dass die vielerorts traditionelle Uslumpete vom Dienstagabend meist bis in die ersten Mittwochstunden hinein dauert.) Im oberen Teil des Kantons etwa – und ganz besonders in der Hauptstadt – wird das Ende der närrischen Zeit mit dem Verbrennen des Bööggs heute Abend, also am Aschermittwoch zelebriert.

Im Thal und im Gäu hingegen war bereits gestern Abend Bööggverbrennen angesagt. So in Welschenrohr, Aedermannsdorf, Laupersdorf, Balsthal, Mümliswil, Egerkingen und Wolfwil. Zwei Gemeinden sorgen für die Ausnahmen der Regel: In Matzendorf brannte der Böögg bereits am letzten Sonntagabend. Und in Kestenholz pflegen sie den Brauch der alten Fasnacht, und die steigt am nächsten Wochenende.

Tambouren und Turnvereine

In Laupersdorf hat sich ein Turnus eingependelt, indem die Turnvereine abwechselnd für den Böögg besorgt sind. Dieses Jahr war es der KTV St. Martin, im nächsten wird es der Turnverein STV sein. Immer dabei ist eine Truppe des Tambourenvereins Laupersdorf-Thal. Sie führt jeweils den Umzug an, mit dem der noch unversehrte Böögg vom Bieliplatz zum Schulhaus Kreuzacker gebracht wird. Dort ging gestern Abend ein grosser Pirat mit einem breiten Grinsen im Gesicht in Flammen auf.

Apropos Fasnachtsende am Dienstag: Es gibt Leute, die sehen einen Vorteil darin, weil sie am Mittwoch nochmals «z Fasnech chönne».