«Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Dies war aber erst ein kleiner Schritt, der ganz grosse Schritt muss noch kommen.» So lautet das Zwischenfazit von Hanspeter Arnold, dem Trainer der HVO-Männer. Nach 9 von 14 Qualifikationsspielen liegen die Oltner auf dem dritten Tabellenrang.

Das Ziel von Arnold und seinem Team lautete Platz vier und somit die Qualifikation für die Finalrunde. Obwohl es im Moment gut aussehe, diese Vorgabe zu erreichen, warnt Arnold: «Die letzten fünf Spiele werden nicht einfach. Die Gegner haben sich teilweise enorm verstärkt, und jeder will in die Finalrunde einziehen.»

Im Vergleich zur vergangenen Saison, in welcher die Oltner den Einzug in die NLB-Aufstiegsspiele schafften, gab es wiederum etliche Veränderungen im Kader. Christian Roth konzentriert sich auf seine Aufgaben als Assistenztrainer von Hanspeter Arnold, Medo Bratanovic beendete seine Karriere aus beruflichen Gründen.

Sechs der insgesamt acht Abgänge sind Junioren, die dem Partnerverein Suhr Aarau gehören. Diese versuchen sich heuer in höheren Gefilden. «Im Gegenzug erhielten wir erneut eine gute Handvoll talentierter Junioren von Suhr Aarau.

Zusätzlich transferierten wir noch fünf Spieler», erklärt Arnold die Mutationen. Die fünf Neuen sind Joel Kaufmann und Sean Siegenthaler (beide kamen vom STV Baden) sowie Jan Peter, Luca Schmid und Tomislav Orsolic, die im letzten Jahr beim TV Zofingen spielten.

Sechs Siege in Serie

«Wir haben ein relativ breites Kader, das grösstenteils aus neuen Spielern besteht», so Arnold. «Dies war Anfang Saison unser Problem. Wir mussten uns als Team zuerst finden.» Dies sei ein gewichtiger Grund für die beiden Niederlagen gegen Pratteln (22:25) und Stans (19:32) zu Beginn der Meisterschaft.

Die Kehrtwende kam durch den 32:26-Auswärtssieg in Emmen. Der HV Olten gewann insgesamt sechs Spiele in Serie, ehe sie am vergangenen Samstag dem Tabellenzweiten Stans unterlagen. «Bei unserer Siegesserie war alles dabei», blickt Arnold zurück. «Klare Siege gegen Emmen oder Wahlen Laufen, aber auch sehr knappe.» Spektakulär war die Aufholjagd gegen Dagmersellen, als Olten in den letzten Minuten einen 5-Tore-Rückstand wettmachte. «Meine Spieler zeigten in den engen Spielen gute Nerven und hatten auch das nötige Wettkampfglück.»

Was auffällt: Der HV Olten hat von den acht Klubs der Gruppe am drittwenigsten Treffer erzielt. Trainer Hanspeter Arnold sieht dies indes nicht als Problem: «Es kann sein, dass wir nicht mehr so eine Wurfkraft haben wie letzte Saison.» Stattdessen habe seine Equipe an Routine gewonnen, lacht er. Und mit der starken Abwehr gleiche das Team die fehlenden Tore locker aus: «Wir haben sehr gute Torhüter. Vor allem Philipp Büttiker macht einen sehr guten Job. Sonst würde die Tabelle wohl etwas anders aussehen.»

Unbeliebter neuer Modus

In der 1. Liga wurde auf die laufende Saison hin der Modus geändert. Die Gruppen wurden verkleinert. Neu gibt es deren vier à je acht Teams. Die besten vier Teams pro Gruppe qualifizieren sich für die Finalrunde mit wiederum zwei Achtergruppen, die Teams der hinteren Tabellenhälfte spielen gegen den Abstieg. «Der neue Modus passt mir gar nicht», lautet Arnolds klares Urteil, das auch von seinen Trainerkollegen gestützt werde. «Jeder Klub hat 28 Spiele, das sind zu viele für diese Liga. Schliesslich haben wir keine Profis oder Halb-Profis.»

Auf den fünften Platz weisen die Oltner aktuell ein Polster von vier Punkten auf. Diesen Vorsprung gilt es in den letzten fünf Qualispielen bis zum 18. Dezember zu verteidigen. «Mit Rechenspielen fange ich gar nicht erst an», beantwortet Arnold die Frage, ob der HVO den Finalplatz bereits nach den Duellen gegen die schlechter klassierten Teams aus Emmen (7.), Wahlen Laufen (8.) und Muotathal (6.) in der Tasche haben könnte. «Ich bin überzeugt, dass wir den Top-4-Platz bis Weihnachten halten können, aber es kommt nicht von alleine. Wir werden hart um diesen vierten Tabellenplatz fighten müssen.»