Hägendorf

In drei Etappen: Die Kreiselsanierung wird das Pièce de Résistance sein

Der Kreisel in Hägendorfs Zentrum ist auch schon über 20-jährig. Ab März erfolgt dessen Sanierung.

Der Kreisel in Hägendorfs Zentrum ist auch schon über 20-jährig. Ab März erfolgt dessen Sanierung.

Im März beginnen in Hägendorf die Sanierungsarbeiten am Kreisel Kreuzplatz. Die Strecke bleibt zweispurig befahrbar.

Vom Juni bis im Spätherbst vergangenen Jahres wurde an der Oltnerstrasse in Hägendorf eine Busspur Fahrtrichtung Westen eingerichtet. Kaum ein Vierteljahr später öffnet sich praktisch am selben Ort eine neue Baustelle. Ab März beginnen die Sanierungsarbeiten am Kreisel Kreuzplatz bis zur Bushaltestelle Gässli. «Kreisel und Gässli werden mit einer Betonfahrbahn ausgestattet», so Daniel Müller vom Amt für Verkehr und Tiefbau. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Dezember 2020 dauern.

Über 20 Jahre alt ist der Kreisel, sein Belag hat gelitten. Die Walkkräfte der zirkulierenden Wagen haben ganze Arbeit geleistet. Ein Betonbelag hält den Kräften besser stand und erfordert weniger Unterhalt, wie das Amt für Verkehr und Tiefbau festhält. Das Pièce de Résistance wird die Kreiselsanierung sein, die sich über drei Etappen erstreckt. «Damit wird es möglich, trotz enger Platzverhältnisse die Bauarbeiten effizient zu realisieren», sagt Müller. Dafür muss Kreiselinnenring entfernt werden, die Demontage des Kreiselschmucks wird unumgänglich. Diese Massnahme aber macht’s möglich, den Verkehr zweispurig über das Kreiselzentrum zu führen. Vorteirl: «Dies verhindert die Verlagerung des Transitverkehrs in die angrenzende Gemeinde Kappel und die des Fluchtverkehrs in die angrenzenden Quartiere in Hägendorf», so Müller. Zudem ist auch keine Umleitung der Buslinien notwendig. Und vor allem entfällt eine Lichtsignalanlage, welche in den Hauptverkehrszeiten zu erhöhtem Rückstau auf den Zufahrtsstrassen geführt hätte.

Was die Zweispurigkeit aber auch bedingt: einen erhöhten Koordinationsbedarf zwischen den einzelnen Bau- und Verkehrsphasen. «Diese Variante benötigt mehr Platz und engt die Raumverhältnisse für die Bauunternehmung entsprechend ein», weiss Müller. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Kreisel am Kreuzplatz aber wieder im ursprünglichen Erscheinungsbild zu bewundern sein.

Flexibilität der Nachbarn gefordert

Auch für die Anrainer bedeuten die Sanierungsmassnahmen Einschränkungen. Die Ausfahrt der TopPharm-Apotheke-Drogerie in den Kreisel etwa wird in den Monaten August bis Oktober gesperrt. Die Ausfahrt erfolgt während dieser Zeit über die bestehende Einfahrt im westlichen Grundstücksbereich. Inwiefern sich das veränderte Verkehrsregime allenfalls auf den Geschäftsgang auswirken wird, kann Tuyen Vo nicht sagen. «Das ist schwierig einzuschätzen», meint sie auf Anfrage. Aber vieles sei auch eine Frage gelungener Vorbereitung.

Auch Fussgänger müssen sich flexibel zeigen: Zwar werden diese Verbindungen immer aufrecht gehalten. Situativ erfahren sie dagegen Änderungen beziehungsweise Umleitungen. Der Fahrradverkehr wird im Mischverkehr durch die Baustelle geführt. «Die Bushaltestellen Gässli und Teufelsschlucht werden über die ganze Bauzeit bedient. Je nach Bauetappe kann aber eine temporäre Verlegung erfolgen», erklärt Müller.

Ebenfalls mit einem Betonbelag versehen wird die Haltestelle Gässli in Richtung Olten. Diese Arbeit erfolgt im Baukalender zuerst. Die Strassenbauarbeiten im Abschnitt Gässli-
Kreisel für eine neue Trag- und Binderschicht erfolgen dann etappiert gleichzeitig mit den Sanierungsarbeiten am Kreisel. Der lärmarme Deckbelag wird erst im Frühjahr/Sommer 2021 aufgebracht. Die Sanierungsarbeiten sind total mit 1,9 Mio. Franken veranschlagt.

Autor

urs huber

urs huber

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