Klarer Fall für die Kulturfachstelle in Olten: 70 Prozent lehnten eine Anlaufstelle für die Kulturveranstalter und -schaffenden ab. Nur 30 Prozent legten ein Ja in die Urne. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Mit 4089 stimmten Nein, 1747 sagten Ja zur Kulturfachstelle. 144 Stimmen gingen leer ein, 3 ungültig. Die Stimmbeteiligung lag bei 52,4 Prozent.

Die Abstimmung ging auf eine Volksinitiative zurück, die vom Stadtrat verlangte, eine konkrete Vorlage für die Schaffung einer solchen Fachstelle auszuarbeiten, und im vergangenen September vom Gemeindeparlament überwiesen worden war.

Die vom Stadtrat daraufhin zwar ausgearbeitete, aber als nicht prioritär zur Ablehnung empfohlene Umsetzung in Form einer 60%-Stelle mit Kosten von rund 78'000 Franken hatte das Parlament dann im vergangenen Dezember verworfen, weshalb das Volk das letzte Wort hatte.

In einer Medienmitteilung schreibt die FDP, dass die Kultur "geschehen, sich kreativ entfalten" soll, aber sich dafür eine Teilzeitstelle Kultur nicht lohne. "Sinn macht die Nutzung bereits bestehender Infrastrukturen. Wer dann Unterstützung braucht, wird sie finden." Zudem hätten die Oltner laut der FDP "auch Nein gesagt zu einer Aufblähung der Stadtverwaltung". Das Ergebnis der heutigen Volksabstimmung zeige, dass andere Wünsche für zusätzliche Stellen im Stadthaus ebenfalls nicht mehrheitsfähig seien. (sko/fmu)