Olten
Im Oltner Coop City tropft es von der Decke

In letzter Zeit lagen immer wieder Eimer und Putzlappen auf den Böden des Oltner Warenhauses Coop City – das wunderte die Kunden. Was war los?

Urs Huber
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Solche Momente gabs im Coop City in letzter Zeit immer mal wieder.

Solche Momente gabs im Coop City in letzter Zeit immer mal wieder.

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Wer eingekauft hat im Warenhaus Coop City an der Oltner Baslerstrasse, der hat sich in letzter Zeit möglicherweise über den Umstand gewundert, dass an gewissen Orten hin und wieder Kessel, Putzlappen und Kundenstopper mit der Aufschrift «Caution» auf feuchte Areale am Boden hindeuteten; Feuchtigkeit, die von der Decke zu tropfen schien. Die Frage, ob hier bei der abgeschlossenen, mehrere Millionen schweren Renovation per Ende Oktober 2015 etwas schiefgelaufen sei, drängte sich auf. Kunden, die sich bei dieser Zeitungen der Sache wegen meldeten, berichten jedenfalls, es sei ihnen beim vermehrten Anblick von Eimer und Aufwischtüchern so ergangen. Fast beunruhigt gaben sie sich über das Auftauchen dieser klassischen Requisiten, die auf unerwünschte Feuchtigkeit hinweisen.

Sanierung noch nicht fertig

Coop-City-Geschäftsführer Hans Rudolf Kern kann seine Kunden allerdings beruhigen. Wie er auf Anfrage erklärt, sei die komplette Sanierung des Gebäudes noch nicht abgeschlossen. «Im Hintergrund laufen noch immer Arbeiten am Finish, etwa an jenen der Sicherheitsdispositive.» Auch nachts. Die Feuchtigkeit, die von oben heruntertropfe, stamme aus der überholten und modernisierten Sprinkleranlage, die in Kürze vor ihrer offiziellen Abnahme stehe. «Es kommt schon mal vor, dass etwa ein Anlageteil nicht ganz dicht ist oder eine Schnittstelle im Leitungssystem nachgebessert werden muss», so der Geschäftsführer.

Nicht aussergewöhnlich

Entwarnung für die Kundschaft, die sich unbekümmert wieder dem Shoppingerlebnis zuwenden kann. Dass Tests oder Belastungsproben an überarbeiteten Sprinkleranlagen gelegentlich undichte Stellen zutage fördern, sei an sich nicht aussergewöhnlich, meint auch Projektleiter Fritz Sommer auf Anfrage. «Das kommt immer mal wieder vor, wenn die Anlage oder Teile davon erstmals wieder mit Löschwasser gefüllt und unter Druck genommen werden.» Undichte Ventile etwa seien zwar nicht Teil der ordentlichen Planung, aber als unerwünschte Erscheinung durchaus zu korrigieren.

Der Projektleiter legt Wert auf die Feststellung, dass die Verantwortlichen der entsprechenden Firma umgehend für die Behebung undichter Stellen oder Anlageteile besorgt – beziehungsweise besorgt gewesen – sind. «Zur Brust» genommen habe man die, wie er sagt. Auf die Sicherheit der Kundschaft hätten die kleinen Mängel, die mittlerweile behoben sind, keinen Einfluss gehabt, so der Projektleiter. Die Inbetriebnahme der Anlage geschehe denn auch unter Mitarbeit und Kontrolle des Brandschutzbeauftragten.