Ab kommendem Montag können auswärtige Gäste in Olten aus einer grösseren Angebotspalette ihr Hotel aussuchen: Grund dafür ist die Eröffnung des Hotel Oltnerhof an der Neuhardstrasse 23, das dann seinen Betrieb aufnimmt.

Auf drei Stockwerke verteilt stehen 30 Zimmer zur Auswahl, wobei je die Hälfte Einzel- beziehungsweise Doppelzimmer sind. Ferner verfügt der Betrieb über einen Innenhof als Entspannungsort, indirekt über Parkplätze durch das nahe gelegene Oltimo Center sowie einen Seminarraum im Untergeschoss – für ein Hotel, das sich den Begriff «Business» auf die Fahne schreibt, ist Letzteres unentbehrlich: «Business mit Charme lautet unser Motto», erklärt denn auch Direktorin Doris Bürgin das Konzept, in dem lediglich Übernachtung und Frühstück ohne Abendessen vorgesehen sind.

Und bald wird in der kleinen Küche tatsächlich hantiert, wie Bürgin verrät: «Der Betrieb läuft gut an, was die vielen Buchungen beweisen. Unter anderem erreichte uns bereits eine Anfrage für eine Gruppe von Geschäftsleuten aus Deutschland.»

Neues und Altes im Einklang

Bis man diese ersten Buchungen entgegennehmen konnte, ist aber einiges geschehen – mit dem im Sommer 2013 begonnenen Umbau des ehemaligen Wohnhauses in ein Hotel seien einige Herausforderungen wie das plötzliche Auftauchen von Leitungen verbunden gewesen, betont Daniel Hammer, Architekt FH AG.

«Ziel in der Planung und Realisierung war, eine Optimierung in Sachen Zimmerzahl zu erreichen, wobei die Räume aber trotzdem immer noch grosszügig sind. Die künftige Nutzung des Gebäudes als Hotel war jedenfalls von Anfang an klar vorgegeben.»

Ebenso klar war, dass man nicht alles Alte durch Neues ersetzen wollte: Es handle sich hier um ein schönes, markantes Gebäude aus den 20er-Jahren, dessen hohe Qualität man auch nach dem Umbau beibehalten wollte. «Zudem sollten alte Strukturen wieder hervorgehoben werden», so Hammer. Konkret habe man die Fassade grösstenteils im ursprünglichen Zustand belassen – lediglich die korallenrote Farbgebung, die sich an den 20er Jahren orientiert, gehöre zur neuen Ausstattung.

Doch selbst wenn man vielem Alten treu blieb, mussten doch einige zusätzliche Vorkehrungen punkto Sicherheit getroffen werden. Im Fall des Treppenhauses war es etwa nötig, neben dem bisherigen Geländer auch ein metallenes Gitter anzubringen. Ansonsten legte man dort wenig Hand an: «Es wurde nicht alles perfekt abgeschliffen, denn man soll das Alter des Gebäudes erfahren dürfen.»

Eine umso neuere Erscheinung ist dafür die Farbgebung in den neu erbauten Nasszellen sowie in den Korridoren: Im 1. Stock leuchtet einem ein fröhliches Gelb entgegen, der 2. Stock ist in Grün gehalten und die Farbe Blau dominiert dafür im 3. Stock. «Die Anstriche sorgen für eine Unterscheidung zwischen den Geschossen und Buntheit im Hotel», erklärt Hammer.

Wohl des Gastes im Vordergrund

Sie würden sicherlich zum Wohle des Gastes beitragen, ist auch Direktorin Bürgin von der Kolorierung überzeugt. Besonders stolz zeigt sie sich über den von Hammer erwähnten Erhalt von traditionellen Bestandteilen wie den 100-jährigen Parkettboden in den Zimmern. «Zudem stimmt bei uns das Preis-Leistungs-Verhältnis», schiebt sie nach. Damit auch alles Übrige stimmt und der Gast sich rundum wohl fühlt, ist in den vergangenen Tagen in Form von Fugen- oder Putzarbeiten noch der letzte Feinschliff erfolgt.