Olten
Im Mai ist Laufen für die Rückenmarkforschung angesagt

Am Wings for Life World Run sind heuer auch Daniela Ryf, Francine Jordi oder etwa das Duo Edelmais dabei. Der Event wird in der Schweiz in Olten abgehalten, ist aber auf fünf Kontinenten zu finden.

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Hunderte Läufer nehmen jeweils am Wings for Live World Run in Olten teil. (Archiv)

Hunderte Läufer nehmen jeweils am Wings for Live World Run in Olten teil. (Archiv)

Hansruedi Aeschbacher

«Laufen für alle, die nicht mehr laufen können.» Das ist das Motto aller Teilnehmer am Wings for Life World Run in Olten. Am Sonntag, 7. Mai , sammelt die Stiftung Wings for Life mit der Unterstützung von über 5000 Läuferinnen und Läufer, darunter Daniela Ryf, Francine Jordi und Marc Ristori, Spenden für die Rückenmarksforschung. Als «fahrende Ziellinie» ist dieses Jahr das Duo Edelmais dabei. «Ich will ein Megafon und eine Konfettikanone, um die Läufer auf den letzten Metern nochmals anzuspornen», sagt René Rindlisbacher.

Alle sind dabei

Vom Anfänger über den Wettkämpfer bis zum Power Walker sind alle eingeladen, dabei zu sein. Die Läufer starten Seite an Seite mit Rollstuhlfahrern. Wer am Wings for Life World Run dabei ist, spendet für die Rückenmarksforschung. Hundert Prozent aller Startgelder fliessen in nationale und internationale Projekte, die nur ein Ziel kennen: Eines Tages muss Querschnittslähmung heilbar sein.

Der Event findet in 23 Ländern zeitgleich statt. Eine Ziellinie gibt es nicht, stattdessen einen Catcher Car. Das Auto fährt 30 Minuten nach dem Start und mit vorgegebener, stetig steigender Geschwindigkeit auf der Laufstrecke hinter dem Feld her. Die Läuferin und der Läufer, welche zuletzt eingeholt werden, sind die Gewinner.

Daniela Ryf auf der Laufstrecke

Als Botschafter für den Anlass setzen sich Triathletin Daniela Ryf, Sängerin Francine Jordi und der mehrfache Schweizer MX-Meister Marc Ristori ein. Sie alle werden in Olten am Start sein.

Eine spezielle Aufgabe gefasst hat das Comedy-Duo Edelmais. René Rindlisbacher und Sven Furrer werden die fahrende Ziellinie sein und den Catcher Car lenken «Wir werden bis zu sechs Stunden im Auto sitzen, eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen», sagt Rindlisbacher. Wer am Steuer sitzen wird, wissen sie noch nicht. «René ist zwar der bessere Autofahrer, dafür fluche ich umso mehr am Steuer», meint Sven Furrer.

Letztes Jahr starteten weltweit 130'732 Läufer und Rollstuhlfahrer in zwölf Zeitzonen gleichzeitig. In der Schweiz sicherten sich Pamela Veith (39,6 km) und Rollstuhlfahrerin Esther Schildknecht (25,83 km) den Sieg bei den Frauen. Stefan Lüscher (57,63 km) und Rollstuhlfahrer Walter Eberle (26,13 km) gewannen bei den Männern. Der Titel der Global Champion bei den Frauen ging an die Japanerin Kaori Yoshida. Sie lief insgesamt 65,71 km. Bei den Männern gewann mit 86,83 km der Italiener Giorgio Calcaterra. (mgt)