Im Kunstmuseum Olten werden ab heute Samstag drei junge Schweizer Kunstschaffende präsentiert, die sich dem textilen Werken widmen. Lucie Schenker, Edit Oderbolz und Reto Pulfer. Die Strategien der drei Beteiligten entspringen einem generellem Interesse an den formalen Gegebenheiten und kulturellen Bezügen von textilen Stoffen.

Die Ausstellung wurde von den drei Kunstschaffenden selbst und mithilfe von Anina und Katja Schenker gemeinsam eingerichtet. Zudem ist eine Publikation zu diesem Projekt geplant.

Strukturen und Räume

Generell ist heute wieder ein erstarktes Interesse am Handwerklichen und an der spezifischen Qualität textiler Techniken zu beobachten. Deshalb werden die Arbeiten der Ostschweizerin Lucie Schenker (*1943) an den Ausgangspunkt der Schau gestellt. Edit Oderbolz (*1966) beschäftigt sich mit ihren dreidimensionalen Arbeiten aus Holzperlen, Teppichen und Stoffen intensiv mit Raum und Material. Reto Pulfer (*1981) kann ein breit gefächertes Schaffen vorweisen.

Mit aufgespannten, teils bemalten Tüchern schafft er begehbare Räume, begehbare Malerei. Parallel dazu sind unter dem Titel «Netz Werke – Gerastertes und Gewobenes aus der Sammlung» Schätze und Trouvaillen aus der Museumssammlung in der dritten Etage und im Treppenhaus zu sehen.

Diese Arbeiten greifen die Themen der Hauptausstellung auf und stellen sie zur Diskussion. So wird im Dialog mit den Wechselausstellungen die Sammlung des Hauses immer wieder neu präsentiert. Zu sehen sind Skulpturen, Zeichnungen, Collagen unter anderem von Alice Bailly, Vreny Brand-Peier, Pia Schelbert, Marcel Peltier, Meret Oppenheim oder Max Matter.

Kunstmuseum Olten. Bis 11. November.