Auf der Station werden ab sofort Patienten behandelt, deren Pflege so aufwendig ist, dass dies auf einer normalen Bettenstation nicht möglich ist. Die Behandlungen sind aber technisch nicht so komplex, dass die Patienten auf die Intensivstation verlegt werden müssten. Dank eines kontinuierlichen Überwachens der Vitaldaten sind bei Überschreiten der Grenzwerte sofort notwendige Interventionen möglich.

Schweizweite und europäische Vergleiche zeigten, dass das Kantonsspital Olten bezogen auf die zu versorgende Bevölkerungszahl und die demografische Entwicklung mit aktuell neun Betten auf der Intensivstation unterdotiert ist, schreiben die Solothurner Spitäler in einer Mitteilung. «Zum Teil müssen Patienten aus Platzgründen ins Bürgerspital Solothurn verlegt werden, wo die soH neben acht Intensivbetten bereits eine zusätzliche IMC-Unit mit fünf Betten betreibt.» Für eine bessere, sicherere und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung habe man deshalb die zusätzlichen Betten in Olten realisieren.

Die Patienten werden durch speziell geschultes ärztliches und pflegerisches Personal und einen höheren Personalschlüssel intensiver betreut. Schliesslich erhalten notfallmässig operierte Patienten spätabends, in der Nacht sowie an Wochenenden in der neuen Abteilung laut der soH «eine optimale postoperative Betreuung». Tagsüber in der Woche werde dies durch die Mitarbeitenden im Aufwachwachraum gewährleistet.

Die sechs neuen Betten befinden sich im Trakt D im ersten Obergeschoss direkt vor der Intensivstation, sodass eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Stationen möglich ist. Diese wird auch dadurch gewährleistet, dass die beiden Stationen medizinisch in Personalunion von Michael Studhalter, Leitender Arzt Intensivmedizin und ärztlicher Leiter IMC, geführt werden. (mgt)