Olten
Im Dialog wächst die eigene Kreativität

Sechs Kunstschaffende mit städtischen Wurzeln laden zur Ausstellung: Gastrecht geben das Hotel Arte und die Pallas Kliniken.

Madeleine Schüpfer
Merken
Drucken
Teilen
Urs Borner: Mano Blanca 2013. Bruno Kissling

Urs Borner: Mano Blanca 2013. Bruno Kissling

Bruno Kissling

Die sechs Künstlerinnen und Künstler Urs Borner, Paul Wyss, Gitta von Felten, Christoph R. Aerni, Vreny Brand-Peyer und Jörg Mollet präsentieren im Eingangsbereich des Hotels bis ins grosse Foyer hinauf und in den Räumen der Pallas Klinik ihre neusten Arbeiten. Alle sechs besitzen eine Künstlersuite im Hotel Arte, die geprägt ist von ihrem künstlerischen Schaffen.

Borner macht Ouvertüre

Den Auftakt bei der Rezeption macht Urs Borner mit seinen expressiven, symbolträchtigen, farbintensiven Bildern von unglaublicher Qualität. Sie sind in ihrem Ausdruck zum Teil surrealer geworden und setzen sich mit humorvoller, manchmal provozierender Art mit dem Menschen und seinem Tun auseinander.

Er zeigt auch in der Pallasklinik im dritten Stock Süd Arbeiten, die den Betrachter auf Anhieb faszinieren sowie in der Artemedic bei der Spiegelwand Bronzeobjekte, da ihn das Dreidimensionale gepackt hat.

Paul Wyss setzt im Hotel Arte im ersten oberen Korridor mit seinen Olivenbäumen die Reihe fort. Zarte Gebilde voller Poesie, formal abstrahiert in differenzierten Aquarellfarben, einige finden wir auch im vierten Stock vor der Praxis von Pius Heer.

In der Artemedic zeigt er seine Bildhauerarbeiten, Objekte in Bronze von grosser Aussagekraft. Er hat mit seinen Skulpturen und Köpfen im Bereich des Dreidimensionalen sich einen grossen Namen gemacht.

Gitta von Felten hat den aufsteigenden Gang mit Aquarellen besetzt, auch mit grösseren, die sich mit der Natur, mit wunderschönen Gras- und Flusslandschaften auseinandersetzen, aber auch mit Symbolen und Zeichen auf ihr Schaffen neugierig machen. Weitere Arbeiten finden wir in der Klinik im fünften und sechsten Stock.

Grosse Bilder Aernis

Betritt man das grosse Foyer, erkennt man auf der linken Seite eine Reihe grosser Bilder von Christoph R. Aerni mit fesselnden Frauenbildern neben dem Clochard, der den Anfang macht. Weitere Arbeiten finden sich in der Artemedic.

Man staunt über die Sensibilität, die diesen Bildern innewohnt und geniesst die inhaltlichen Befindlichkeiten und vor allem auch das Thema Frau in seiner ganzen Schönheit.

Auf der rechten Seite hat Vreny Brand-Peyer ihre Arbeiten platziert. Sie gehört zu einer der bekanntesten surrealen Malerinnen in der Schweiz. Ihre beiden grossen Bilder in fein abgewogenen Temperafarben, so wie man dies bei der früheren Freskenmalerei benutzte, sind eine Sensation. Zuhinterst erkennt man das wandgrosse Bild «Die Zeit macht keine Pause», das mit seinem schwingenden Pendel von der Zeit erzählt, aber auch von der Vergänglichkeit des Lebens.

Auch ihre grossen Zeichnungen werden für den Betrachter zu einem Abenteuer, man erkennt Zeichen und Symbole aus dem eigenen Leben, die eine zusätzliche Bedeutung bekommen. Im dritten Stock Nord und Ost finden wir noch einmal eine Reihe ihrer Bildaussagen.

Der letzte im Bunde ist Jörg Mollet. Er hat nicht speziell eine zusätzliche Bildgruppe platziert, sondern präsentiert seine vier wandgrossen Bilder, Aquarell auf Papier hinter Glas, die er vor Jahren beim Einrichten des Hotels gemalt hat, mit Eindrücken von seiner Reise nach China und Japan.

Es sind Bilder, die beim Pallas Klinikeingang Zeichen setzen, die Treppe hinauf bis ins grosse Foyer, und im Hotel Arte, bevor man in die unteren Stockwerke eintaucht.

Vernissage 1. September 2016, 19 Uhr, Hotel Arte, Musik: Michael Erni