Fast wäre Fotograf Roland Jaus ins Wasser gefallen. Für dieses aussergewöhnliche Foto hat sich das Risiko gelohnt, nasse Füsse zu bekommen. Jaus hat letzte Woche im Ballypark die exotischen Schildkröten fotografiert, wie sie das Schwanennest erklettern. Nun ist es ihm gelungen, dort eine schwimmende Schlange zu fotografieren.

Es ist eine Barrenringelnatter (Natrix natrix helvetica) – eine Unterart der Ringelnatter (Natrix natrix) aus der Familie der Nattern. Dass sie eine einheimische Schlange ist, zeigt schon der Zusatz «helvetica». Barrenringelnattern kommen ausserdem in Frankreich, Österreich und vereinzelt in Deutschland vor.

Sie werden bis zu 160 Zentimeter lang, Weibchen in Ausnahmefällen sogar bis zu zwei Metern. Damit ist sie deutlich grösser als die normale Ringelnatter. Die Barrenringelnatter trägt auf der Bauchseite barrenartige schwarze Streifen. Ihre Färbung ist heller und der Kopf grösser und hebt sich deutlicher vom Körper ab als bei den Ringelnattern.

Wie die «Nachbarn» im Teich, die Schildkröten, fressen die Schlangen Amphibien und Fische. Dazu aber auch kleine Nagetiere wie Mäuse, welche sie kopfvoran verschlucken. Die Tiere sind dieses Jahr wohl schon im März aus der Winterruhe erwacht. Momentan ist Paarungszeit. Nach zwei Monaten schlüpfen im Hochsommer die Jungen aus den 10 bis 30 in Baumhöhlen oder Laubhaufen gelegten Eiern.

Die Barrenringelnatter ist ungiftig und gilt in der Schweiz als gefährdet. Zu den natürlichen Feinden dieser Natter gehören Füchse, Greifvögel, Wildschweine, Hauskatzen und marderartige Tiere.