«Wir sind nicht im Kindergarten», sagt Klaus Müller von der Arbeitsgruppe Born. Es müsse doch möglich sein, für das Sport- und Naherholungsgebiet Born samt 1000er-Stägli offizielle Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Diese fehlen bis heute, obwohl man von 50 000 bis 90 000 Besteigungen jährlich ausgeht.

Stattdessen wird rundherum wild parkiert: unter der SBB-Brücke, bei der Boningerbrücke, an Strassen, sogar auf Notzufahrten. Teils geduldet, teils schlichtweg illegal. Die Situation ist prekärer denn je: Im August wurden die inoffiziellen Abstellplätze entlang der Boningerstrasse verbarrikadiert.

Seit gut einer Woche ist zusätzlich der Kiesplatz beim Abzweiger Ruttigerweg versperrt – durch Baumstämme aus den Forstarbeiten am Hausberg. Zwar konnte die Arbeitsgruppe Born gemeinsam mit der Arbeitsgruppe 1000er-Stägli mit dem Wirt des Restaurants Höfli sechs provisorische Parkplätze aushandeln, «die Situation bleibt aber unzufriedenstellend», stellt Müller klar. «Es hat zu wenige Parkplätze.» Müller verweist auf die Bedeutung für Sportler, Spaziergänger, Hundehalter.

Die Arbeitsgruppen wollen nicht poltern, sondern konstruktiv an einer Lösung mitarbeiten. In Eigenregie haben sie ein Dossier mit sieben möglichen Parkplatzstandorten erarbeitet und beim solothunrischen Amt für Raumplanung (ARP) eingereicht.

Gemäss einer Mitteilung gibt es nach einer Besprechung letzte Woche tatsächlich «Ansätze für Parkplätze». Das ARP habe das Dossier positiv entgegengenommen und werde nun interne Vernehmlassungen durchführen. Resultate werden auf Januar 2017 erwartet.

Potenzial sehen die Gruppen unter anderem im Bereich «Autobahnbrücke West». Dort könnten zwischen Feldweg und Brücke rund 40 Parkplätze entstehen, schätzt Müller. «Es braucht nun diverse Abklärungen zu Zonenkonformität, Besitzverhältnissen, Machbarkeit und Kosten.»

Bis zu 40 000 Franken könnte so ein Parkplatz kosten. Zwar hoffen die Arbeitsgruppen auf Sponsoren und wollen ein Crowdfunding starten. Der Hausberg liegt auf Solothurner Kantonsgebiet, das 1000er-Stägli auf Stadt-Oltner Boden. Assoziiert wird Letzteres auch oft mit Aarburg. Ammann Hans-Ueli Schär findet die Idee von offiziellen Parkplätzen prüfenswert.

Das Naherholungsgebiet Born ist auch ein noch nicht bearbeiteter Schwerpunkt des Konzepts Stadtaufwertung Aarburg (BSP 10). Ärger gibt es auch immer dann wieder, wenn Wildparkierer von der Polizei gebüsst werden.

Thomas Marbet, Baudirektor der Stadt Olten meint: «Die geplanten Parkplätze befinden sich ausserhalb der Bauzone am Ufer der Aare, entsprechend müsste eine Zonenanpassung durch den Kanton erfolgen. Wir sind in Kontakt mit dem Raumplanungsamt und können im Verlaufen der ersten Monate 2017 Näheres berichten.»