Schweiz/Syrien
«Ich will dem Leid entgegenwirken»: Oltnerin startet Spendenaufruf

Die Oltnerin Aylin Duran fliegt regelmässig nach Syrien, um den vom Krieg betroffenen Menschen Hilfsgüter zu verteilen. Aufgrund der bevorstehenden Reise hat sie auf Facebook einen Spendenaufruf gestartet — und viele Rückmeldungen erhalten.

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Facebook/Aylin Duran

«Ich fliege nächsten Dienstag nach Syrien und verteile Hilfsgüter im Kriegsgebiet»: Mit einem Aufruf auf Facebook hat Aylin Duran die Mitglieder der «Gruppe Olten» letzte Woche um Spenden gebeten. Seit sieben Jahren reist die in Olten aufgewachsene Türkin regelmässig in Kriegsgebiete, um den Menschen vor Ort zu helfen.

Durans Spendenaufruf stiess in der Facebook-Gruppe auf grossen Anklang. Binnen weniger Stunden erreichte die Nachricht zahlreiche Oltnerinnen und Oltner, die in Kommentaren materielle Güter zusicherten.

Eigene Organisation

Unterwegs ist Aylin Duran mit der eigens gegründeten Organisation «Kriegshilfe Schweiz», wie sie auf Anfrage erklärt. Neben ihrem Teilzeitjob als Betreuerin in einem Asylheim engagiere sie sich ehrenamtlich für die Organisation.

Dass das Hilfswerk bei seiner Tätigkeit nicht mit anderen Institutionen zusammenarbeitet und kein Gütesiegel der Stiftung Zewo (Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisationen) trägt, ist sich Duran bewusst: «Noch hatte ich schlicht nicht die Zeit und Kraft dazu, mich darum zu kümmern».

Ausserdem wolle sie zeigen, dass man auch mit einfachen Mitteln Grosses bewirken könne. Fünf Tage lang wird Duran mit einem syrischen Kinderarzt im türkisch/syrischen Grenzgebiet unterwegs sein und hauptsächlich Babynahrung, Kleider und Medikamente an Kinder, Frauen und Schwangere verteilen. «Ich will unbedingt etwas an der Situation ändern und dem Leid und Elend vor Ort entgegenwirken», erklärt Duran. (hts)

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