Wangen bei Olten
«Ich bin positiv überrascht»: Vereine sind für eine rasche Neuauflage des Dorffests

Nach dem Schul- und Dorffest in Wangen bei Olten sprechen die Beteiligten nur positiv über den Anlass des vergangenen Wochenendes.

Fabian Muster
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Auf der Schulanlage Alp waren Stüblis und Stände der Vereine platziert.

Auf der Schulanlage Alp waren Stüblis und Stände der Vereine platziert.

Remo Fröhlicher

Im Jahr 2010 fand das letzte Dorffest in Wangen bei Olten statt. Damals war unter anderem das 50-jährige Jubiläum des Schulhauses Hinterbüel Auslöser für den Anlass. Vergangenes Wochenende war wiederum ein Schulgebäude, diesmal die Einweihung des neuen Schulhauses Alp II der Aufhänger für ein Dorffest. Über ein Dutzend Vereine erklärten sich bereit, ein Stübli oder einen Stand auf dem Areal der Schulanlagen Alp zu betreiben.

Fünf von dieser Zeitung angefragte Vereine ziehen ein erfreuliches Fazit: «Ich bin positiv überrascht, obwohl ich vorgängig etwas skeptisch war», sagt Präsident Felix Büttiker von der Chlausen-Zunft. Iris Wagner, die Präsidentin des FC Wangen, lobte auch den Standort hinter dem Alpschulhaus. «Es ist alles schön beieinander.» Lob einheimsen kann auch das OK, welches «sehr präsent war und alles super organisiert hatte», sagt David Ernst von der Pfadi St. Gallus. Der einzig Negativpunkt bei den Pfadern: Weil das Zelt etwas ausserhalb des Festgeländes stand, gab es weniger Besucher als erwartet.

Mit einem Umzug eröffneten über 500 Schulkinder am Samstagmorgen das zweitägige Festwochenende in Wangen bei Olten.
45 Bilder
Dieses Fahrzeug führte den Umzug an.
Dieses Fahrzeug führte den Umzug an.
Das Motto des Umzugs lautete: Baustelle.
Schulfest Wangen
Schulfest Wangen
Schulfest Wangen
Regierungsrat Remo Ankli und Gemeindepräsidentin Daria Hof-Schwarzentruber
Schulfest Wangen
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Schulfest Wangen
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Schulfest Wangen
Schulfest Wangen
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Schulfest Wangen
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Kleine Bagger unterwegs
Kleine Bagger unterwegs
Schulfest Wangen
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Schulfest Wangen
Schulfest Wangen
Schulfest Wangen
Schulfest Wangen
Sie haben den Schlüssel fürs Schulhaus dabei
Schulfest Wangen
In Wangen bei Olten wird das neue gebaute Schulhaus Alp II mit einem zweitägigen Dorffest, Konzerten und einem Umzug eingeweiht.
Schulfest Wangen
Gemeinderat Pascal Erlachner, OK-Präsident des Schul- und Dorffestes
Regierungsrat und Bildungsdirektor Remo Ankli lobte die Gemeinde für das neue Schulhaus, welches Kindergarten und Primarschule unter einem Dach vereint. «Das ist zukunftsgerichtet und ergibt Sinn.»
Gemeindepräsidentin Daria Hof-Schwarzentruber
Schulfest Wangen
Das Festgelände auf der Schulanlage Alp mit den 16 Beizli und Ständen der Wangner Vereine zog nach dem Festakt die ersten Besucher an.
Schulfest Wangen
Der international bekannte Musiker Marlon Roudette, der in Wangen bei Olten wohnt, gab am Sonntagnachmittag ein halbstündiges Konzert auf dem vollbesetzten Vorplatz der beiden Alpschulhäuser.
Marlon Roudette
Marlon Roudette
Marlon Roudette

Mit einem Umzug eröffneten über 500 Schulkinder am Samstagmorgen das zweitägige Festwochenende in Wangen bei Olten.

Remo Fröhlicher

Die Vereine ziehen auch finanziell eine positive Bilanz, obwohl die Abrechnungen noch nicht definitiv vorliegen.

OK-Chefin Nicole Grütter, die für die Spaghettistube des STV Wangen zuständig war, sagt, dass man einen Gewinn in der Höhe eines mittleren vierstelligen Betrags vorweisen könne. Dies trotz des Festzeltes, welches zugemietet werden musste. Andere Vereine wie der FC Wangen oder die Chlausen-Zunft hatten tiefere Fixkosten, weil sie bereits über ein eigenes Zelt verfügten. Die Gemeinde hat zudem die Vereine, welche die Infrastruktur selbst berappen mussten, indirekt auch finanziell unterstützt, wie OK-Mitglied Laurent Karrer sagt: Alle Schülerinnen und Schüler erhielten einen Jeton, mit dem sie für 15 Franken konsumieren konnten. «Rund 10'000 Franken werden wir so an die Vereine auszahlen», sagt Karrer.

Turnus alle drei Jahre scheint mehrheitsfähig

OK-Präsident Pascal Erlachner sagte gegenüber dieser Zeitung, dass das nächste Dorffest spätestens 2026, beim 800-Jahr-Jubiläum der Gemeinde, stattfinden soll. Alle angefragten Beteiligten sind sich einig, dass es wieder ein Dorffest geben muss, wünschten sich allerdings eine frühere Neuauflage. «Einen Dreijahresrhythmus könnte ich mir gut vorstellen», sagt Matthias Christ, der bei den Gheidvaganten für Events zuständig ist.

Ebenfalls für eine Wiederholung alle zwei bis drei Jahre spricht sich Felix Büttiker von der Chlausen-Zunft aus: «Jedes Jahr wäre allerdings zuviel. Das Dorffest muss etwas Spezielles bleiben.»