Zum erweiterten speziellen Bebauungsplan «Chorherrenhäuser» sind auf der Baudirektion Olten innert der gesetzten Frist keine Einsprachen eingegangen. Grünes Licht für das Projekt «Modehaus Bernheim» bedeutet dies noch nicht. Aber eine doch ganz wesentliche Hürde hat das Ausbauvorhaben jetzt genommen.

Das heisst so viel wie: Genehmigen Stadtrat und später der Regierungsrat das Planwerk, kann die Bauherrschaft, gestützt auf den genehmigten Bebauungsplan, das ordentliche Baugesuch einreichen. Und wie Baufachleute wissen: Folgt das Baugesuch dem im Voraus genehmigten Planwerk, haben es Einsprachen sehr schwer. Sie sorgen in aller Regel nur noch für eine Verzögerung des Projekts, ohne grössere Aussicht auf Erfolg.

Die Freude ist gross

«Mit grosser Freude» nimmt Bauherr Alain Bernheim den Umstand, dass der Bebauungsplan «Chorherrenhäuser» ohne Einsprache blieb, entgegen. «Ich bin froh, dass wir im Rahmen des Verfahrens immer auf Dialog gesetzt haben und dieser nun zum Erfolg geführt hat», so Bernheim weiter. Man wolle nun mit grossem Elan das Projekt vorantreiben. Wenn fortan alle Verfahren schlank durchgehen, will man bis in zwei Jahren das Vorhaben realisieren. Für Alain Bernheim ist aber auch denkbar, das Projekt im Umfang einer einstelligen Millionensumme etappenweise umgesetzt wird.

Er werde dies mit dem beauftragten Architekturbüro sicher noch besprechen. Mit den Veränderungen, welche im Mitwirkungsverfahren Eingang gefunden haben, könne er gut umgehen. Wie diese Zeitung berichtete, ging es dabei hauptsächlich um Gebäudeabstände, die im Rahmen der Mitwirkung um mehrere Meter erweitert wurden. Zudem wurden bestimmte Anforderungen an die Fassadengestaltung gestellt.

Die Bernheim & Co. AG will mit der vorgesehenen Erweiterung die Herren- und Damenabteilung an einem Standort in der Innenstadt zusammenführen, um so künftig ein grösseres Verkaufserlebnis im Laden bieten zu können und die Verweildauer in den Geschäftsräumlichkeiten anzuheben. Denn die Verweildauer im Laden wirkt sich auf den Umsatz aus. Möglich sei auch, eine andere Branche in den Geschäftsräumlichkeiten aufzunehmen, hatte Bernheim bereits im Juli vergangenen Jahres gegenüber dieser Zeitung bemerkt und dabei etwa an ein Café gedacht. Das Modehaus sieht sein Vorhaben als Entwicklungsschritt in einem sich rasant verändernden Detailhandel.

Die Umstrukturierung des 1931 in Olten gegründeten Modehauses Bernheim soll keine Arbeitsplätze kosten. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 90 Fest- und Teilzeitangestellte.