Katja schreibt: «Deine Cupcakes sind suuuper! Ich werde sehr gerne wiederkommen! Der Laden ist so oder so super cool eingerichtet. Auf jeden Fall kann man dich und deinen Laden weiterempfehlen!» Adressatin dieser Nachricht auf der Homepage von «Hüftgold»: Chloé Kuntzmann. Sie führt seit Mitte September ihren Cupcake-Laden «Hüftgold» an der Marktgasse in Olten, den Insider auch als «Laden der süssen Versuchung» bezeichnen würden. «Solche Eintragungen freuen mich natürlich sehr», sagt die 27-Jährige, im Baselbiet aufgewachsen und aus Beziehungsgründen letztlich diesseits des Juras gelandet. Und zur Bezeichnung «Hüftgold», das in etwas rustikalerer Sprache auch als Hüftspeck bezeichnet wird, meint sie lachend: «Hüftgold ist eben jener Hüftspeck, den man sich leisten kann.»

Cupcakes – eine Premiere

«Hüftgold», ein durchaus bekannter Begriff. Aber Cupcakes? Chloé Kuntzmann schmunzelt. «Entdeckt habe ich sie bei meinem Sprachaufenthalt in Australien.» Faszinierend an diesen kleinen Kuchen, die in einer tassenähnlichen Form gebacken werden und mit einem Guss bzw. einer Cremehaube bedeckt sind, ist deren schier unerschöpflicher Variantenreichtum. Chloé Kuntzmann nickt. «Heute zum Beispiel habe ich eine Variante ‹Oreo› und ‹Schokohimbeere› im Angebot.» Eher ein Schoggitag, hält sie fest, obschon die gelernte Dekorationsgestalterin eigentlich streng auf Abwechslung achtet. Zum einen fruchtig, zum andern «schoggig», wie sie sagt. Täglich hält sie mindestens zwei Sorten von Cupcakes für ihre Kundschaft bereit, alles von Hand zubereitet und nach eigenen Ideen gestaltet. Dafür steht sie morgens gegen 5 Uhr auf und beginnt dann ihr Tagwerk; für die Kundschaft in Olten ab 10 Uhr morgens. Spätestens dann stehen die Cupcakes und weitere Süssigkeiten bereit. «Ich selbst liebe Süsses», sagt die Cupcake-Kreateurin, die, abgesehen von ihren eigenen Produkten, ganz speziell «Richterich-Mohrenköpfe» mag. «Die kommen aus Laufen, so wie ich», betont sie lachend.

Dies ist mein Ding

«Cupcakes sind genau mein Ding», sagt Chloé Kuntzmann in einer Überzeugung, die jeden Zweifel ihres Gegenübers zerstreut. «Ich kann Varianten ausprobieren, mich im Laden mit Leuten unterhalten, kann mit den Händen tätig sein. Das ist einfach gut.» An der Marktgasse kann sie bereits auf Stammkundschaft zählen. «Es gibt mehrere Personen, die mehrmals wöchentlich vorbeischauen», erklärt sie. Samstag übrigens sei der beste Tag. Ihr kulinarisches Wochenprogramm publiziert die Ladeninhaberin jeweils auf Facebook. «Es gibt aber kein fixes Produkteprogramm, das mit einem bestimmten Wochentag korrespondiert.» Will heissen? «Keine Kreation ist an einen Wochentag gebunden; Oreo gibts nicht immer freitags», sagt Chloé Kuntzmann. Dafür ist die Hüftgoldbetreiberin wohl einfach zu fantasievoll.