Olten
Historische Holzbrücke in Flammen: War es Brandstiftung?

Wieso die alte Holzbrücke am Mittwoch brannte, ist noch nicht geklärt. Augenzeugen vermuten, dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist.

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Brand Holzbrücke Olten
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Der Brand auf der Oltner Holzbrücke bricht am Mittwochmorgen aus.
Flammen schlagen aus den Seitenwänden und dem Boden heraus.
Der Brand zieht die Blicke vieler Schaulustiger auf sich.
Die Feuerwehr ist bald vor Ort.
Einsatzkräfte löschen den Brand auch von Booten aus.
Einsatzkräfte löschen den Brand auch von Booten aus.
Nach anderthalb Stunden hat die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle.
Glutnester, die vom Wind immer wieder entfacht werden, erschweren die Löscharbeiten der Feuerwehr aber.

Brand Holzbrücke Olten

Screenshot TeleM1

Es war kein schönes Bild: Am Mittwoch, kurz vor Mittag, züngelten offene Flammen aus Seitenwänden und Boden der alten Oltner Holzbrücke heraus. Die Feuerwehr hatte die Flammen zwar nach rund anderthalb Stunden unter Kontrolle, war aber über Stunden gefordert. Grund waren mehrere Brandherde im verwinkelten Zwischenboden und neue Glutnester, die der Wind neu entfachte.

Viele Schaulustige verfolgten die Löscharbeiten beim Oltner Wahrzeichen. Mit gemischten Gefühlen. "Mein Herz bricht, wenn ich das sehe", sagte eine junge Frau zu TeleM1. "Die Brücke ist Heimat, sie würde fehlen."

"Die Brücke ist ein Oltner Wahrzeichen", sagt ein Mann. Das Feuer erinnere ihn an das Feuer auf der Luzerner Kappellbrücke. Beinahe die ganze Brücke wurde beim Brand von 1993 ein Raub der Flammen.

"Wir mussten schon bei Hochwasser um die Brücke bangen und hatten schon kleinere Glimmbrände", sagt Stadtpräsident Martin Wey zu TeleM1, etwas mitgenommen. "Aber so ein Szenario hatten wir nicht."

Martin Wey ärgert es, dass der Brand "wegen Dummheit" ausgebrochen ist. Offiziell steht noch keine Brandursache fest. Mehrere TeleM1-Zuschauer berichten dagegen von einer Person, welche den Brand absichtlich gelegt habe. "Wir haben mehrere Personen zur Befragung angehalten", sagt Kapo-Mediensprecherin Astrid Bucher. Mehr können sie dazu aber noch nicht sagen. (pz)