Wohnüberbauung
Hinter der Landi in Wangen bei Olten entstehen neue Wohnungen

Der Gemeinderat hat das Konzept für eine neue Wohnüberbauung im Rickenbacherfeld/Frey-Park verabschiedet. Die Bauten wurden alle um ein Geschoss erhöht.

Karin Schmid
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Das Wohnbauprojekt «Rickenbacherfeld» soll oberhalb der Landi erstellt werden und der Überbauung «Bornfeld» in Olten ähneln

Das Wohnbauprojekt «Rickenbacherfeld» soll oberhalb der Landi erstellt werden und der Überbauung «Bornfeld» in Olten ähneln

Zur Verfügung gestellt

Seit einiger Zeit beschäftigen sich die Planungsbehörden der Einwohnergemeinde Wangen mit dem Gebiet Rickenbacherfeld nordöstlich der Landi und nordwestlich des früheren Kleider-Frey- und heutigen Assura-Areals. Nachdem dafür 2005 ein erster Gestaltungsplan mit Wohnbauten ausgearbeitet und später geändert wurde, verabschiedete der Gemeinderat Ende Januar das Konzept für dieses Projekt inklusive Geschosszahlen.

Bei der Erstellung des Erschliessungs- und Gestaltungsplans Rickenbacherfeld waren Wohnbauten mit zwei bis vier Geschossen vorgesehen und vom Kantonalen Amt für Raumplanung vorgeprüft worden. «Nach der Vorprüfung stellte die Hugo-und-Melanie-Frey-Stiftung (eine der drei Eigentümer, Anm. d. Red.) 2006 fest, dass die Wirtschaftlichkeit für eine Überbauung auf der eingezonten Parzelle beim Projekt nicht gegeben ist», erklärt Wangens Bauverwalter Edi Baumgartner. Daraufhin wurde das Projekt sistiert.

Bauten um ein Geschoss erhöht

Auf Anregung der Hugo-und-Melanie-Frey-Stiftung wurden die Planungsarbeiten 2011 wieder aufgenommen. Dabei entstand bis Ende Oktober 2012 ein neues Konzept über das gesamte Planungsgebiet mit einer höheren Dichte und Gebäuden, die statt der bisherigen zwei bis vier Geschossen deren drei bis fünf vorsehen. «Die Geschosszahl hat in der Bau- und Planungskommission sowie im Gemeinderat zu intensiven Diskussionen und schliesslich zu einer Verbesserung geführt», so Baumgartner. Die Projektfläche besteht aus vier Parzellen, die drei Eigentümern gehören: dem Bereich «Frey-Park» und ein Grundstück in der Reservezone der Hugo-und-Melanie-Frey-Stiftung, dem «Rickli-Park» mit Grundstück und Villa von Margarete Rickli sowie eine Parzelle in der Bauzone W4 der Swiss Prime Site, Zürich. Um beurteilen zu können, ob die Bauten mit drei bis fünf Geschossen für das Ortsbild verträglich sind, hat man drei der insgesamt 14 konzipierten Wohngebäude profiliert. Nach mehreren Begehungen und Sitzungen befand der Gemeinderat die fünfgeschossigen Bauten im Vergleich mit den bestehenden Assura-Gebäuden als ortsbildverträglich.

«Mit der Verdichtung soll der aktuellen Diskussion der Raumplanung Rechnung getragen werden», erklärt Edi Baumgartner. Das Konzept sieht 14 Bauten mit Wohnungen vor, davon sollen sechs dreigeschossig, vier viergeschossig und vier fünfgeschossig werden. Die beiden Gebäude oberhalb der Villa von Margarete Rickli sind dreigeschossig vorgesehen. Damit würde laut dem Bauverwalter die Rickli-Villa inklusive Umgebung als schützenswerte Baute nicht beeinträchtigt.

Erste Etappe «Frey-Park»

Das Erschliessungsplangebiet Rickenbacherfeld umfasst eine Gesamtfläche von rund 55 000 Quadratmetern und soll in mehreren Etappen realisiert werden. Während sich das Gebiet unterhalb des Waldes in einer Reservezone, und damit seitens der Eigentümerin zurzeit fern jeglicher Realisierungsabsichten befindet, ist die Parzelle der Swiss Prime Site als strategische Reservefläche vorgesehen, auf der zwei fünfgeschossige Gebäude erstellt werden könnten. Sie würden über die Zufahrt der Landi erschlossen. Konkrete Verkaufs- und Bauabsichten hingegen bestehen auf dem nördlich gelegenen, an die Belchenstrasse grenzenden Areal «Frey-Park».

In einer ersten Etappe will man dort fünf dreigeschossige Gebäude realisieren. «Aufgrund eines gartendenkmalpflegerischen Gutachtens sollen die im Park stehenden, schützenswerten Bäume wenn immer möglich stehen gelassen werden», so Baumgartner. Auf dem rund 11 000 Quadratmeter grossen Gestaltungsplangebiet Frey-Park könnten, je nach Grösse, 50 bis 60 Wohnungen erstellt werden. Sie würden über die bestehende Belchenstrasse erschlossen. Die darauf stehende Frey-Villa fiele zu einem späteren Zeitpunkt der Abrissbirne zum Opfer. «Die konzipierten Bauten sollen in einer grosszügigen Parkumgebung mit hoher Wohnqualität entstehen», erklärt Edi Baumgartner die Idee, die hinter dem ganzen Projekt steckt.

Gestützt auf das kürzlich vom Gemeinderat genehmigte Konzept will man in einem nächsten Schritt den Gestaltungsplan «Villa Kleider Frey» ausarbeiten. Nach dessen Inkrafttreten käme das Einreichen eines Baugesuchs an die Reihe. Bei einem positiven Verfahrensverlauf wäre die Bewilligung fürs Gestaltungsplangebiet bis Ende Jahr unter Dach, sodass die Grundeigentümer oder ein Käufer des Areals 2014 das Baugesuch für die fünf Wohnbauten einreichen könnte.