1. August-Feuerwerk
Heuer gehts beim städtischen Feuerwerk in Olten höher hinaus

Die Bundesfeier findet dieses Jahr auf der Kirchgasse statt. Die Kantiwiese ist zum ersten Mal Ausgangspunkt des Feuerwerks. Damit alle Besucher einen Blick auf das Schauspiel geniessen können, werden die Raketen höher hinaufsteigen als letztes Jahr.

Urs Huber
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Höher hinaus geht das Oltner Feuerwerk: Gezündet wird dieses auf der Spielwiese der Kantonsschule.

Höher hinaus geht das Oltner Feuerwerk: Gezündet wird dieses auf der Spielwiese der Kantonsschule.

zvg

Ob die neue Kirchgasse tatsächlich auf Dauer jener Ort sein wird, wo die städtische Bundesfeier abgehalten wird, steht noch nicht fest. Ebenso wenig steht fest, ob die Kantiwiese immer der Ort sein wird, von dem aus künftig das Feuerwerk zum Nationalfeiertag gezündet wird. Fest dagegen steht: Im Eröffnungsjahr der neuen Kirchgasse findet die Bundesfeier ebendort statt, dient die Spielwiese der Kanti als Ausgangspunkt des Feuerwerks.

Nun hängt das eine ja bekanntlich mit dem andern zusammen. Fürs Feuerwerk heisst das: Die Raketen steigen heuer höher hinaus als in den letzten Jahren. «Früher gabs diesbezüglich so etwas wie ein mehrstufiges Programm», sagt René Wernli, Leiter Werkhof und so etwas wie der «städtische Feuerwerksbeauftragte». Jene Feuerwerkskörper, welche eine mittlere Höhe erreichten, entfallen heuer, weil die «auf der Kirchgasse gar nicht zu sehen wären», wie Wernli sagt.

Was heuer in Namen des offiziellen Oltens also in die Höhe schiesst, erreicht ausnahmslos eine Steighöhe zwischen 200 und 300 Metern, wie der Leiter Werkhof sagt. Inwiefern die Anwesenden der Bundesfeier denselben luxuriösen Blick aufs Feuerwerk geniessen können, wird sich dann weisen. Unverändert dagegen bleibt die Dauer des pyrotechnischen Spektakels. «Runde 20 Minuten soll es anhalten», so Wernli.

Keinen weiteren Einfluss aufs heurige Feuerwerk hat der letztjährige Zwischenfall, bei welchem sich eine Bombe als Rohrkrepierer erwies. Die Analyse der verantwortlichen Firma Hamberger Swiss Pyrotechnics AG aus dem bernischen Oberried hat ergeben, dass die Ursache des Vorfalls nicht in den Vorbereitungsarbeiten und den technischen Vorrichtungen lag, sondern der Feuerwerkshersteller seinerzeit ein mangelhaftes Produkt geliefert hatte. Diese wurden umgehend aus dem Programm genommen, wie Wernli sagt.

Aber auch am neuen Abschussort gelten die üblichen Sicherheitsbestimmungen: Selbstverständlich wird die Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort sein, werden jene Besucher, welche das Feuerwerk in den Jahren zuvor von der Kantiwiese aus zu geniessen pflegten, von privaten Sicherheitskräften weggewiesen, wie Wernli sagt. Unverändert bleibt auch die Praxis, dass die Fachleute von Hamberger für den gesamten Ablauf des Feuerwerks, vom Aufbau über Zündung bis hin zum Abbau, verantwortlich sind. Noch aber ist es nicht so weit: Anfang Woche will der Kanton entscheiden, ob aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit überhaupt Feuerwerk gezündet werden darf.

Zurück in die Innenstadt: Der Stadtrat habe die Kirchgasse im Sinne eines Versuches als Bundesfeierplatz ausgewählt, so Stadtschreiber Markus Dietler. «Nach der erstmaligen Durchführung am neuen Ort gehen wir über die Bücher», schiebt er nach. Aber warum nicht dem Reiz des Neuen nachgeben: Die institutionelle Verkehrsfreiheit der Anlage zum einen und das Sommerkafi mit mehrheitlich jugendlichem Publikum als Mitbenutzer des Platzes zum andern seien eine Chance, den traditionellen Anlass zu öffnen. «Kommt hinzu, dass die Bewirtung der Gäste durch die ansässigen Aussenrestaurants, die Wirtschaft des Sommerkafi und mithilfe eines Caterers erfolgt», so Dietler.

Thematisch perfekt zum Bundesfeiertag passt auch die Vereidigung der Exekutivmitglieder zu Beginn der neuen Amtsperiode. Vorgängig aber wird Stadtpräsident Ernst Zingg seinem Nachfolger Martin Wey an dessen erstem Arbeitstag den Stadthausschlüssel übergeben, und damit die Amtsübergabe vollziehen. Entschieden über die Durchführung der Bundesfeier wird am kommenden Mittwoch; als Verschiebedatum ist Samstag, der 3. August, vorgesehen.