Richteramt Olten-Gösgen
Hat Oltner seine eigene Frau zur Prostitution gezwungen?

Ein 26-jähriger Mazedonier musste sich am Mittwoch vor dem Richteramt Olten-Gösgen verantworten. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau zur Prostitution gezwungen zu haben. Das Paar ist inzwischen nicht mehr verheiratet.

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Die Vorwürfe, die die Ex-Frau gegen ihren ehemaligen Partner erhebt, sind nicht ohne. «Das Paar hat sich aus einer finanziellen Notlage entschieden, dass die Frau sich prostituiert», erklärt Staatsanwältin Kerstin von Arx gegenüber «TeleM1». Als die Frau nicht mehr wollte, soll ihr Mann psychischen Druck angewendet und sie gezwungen haben weiter zu machen. Dies, damit er sich weiter den Lebensunterhalt finanzieren konnte.

Die Freier wurden während rund eineinhalb Jahren in der gemeinsamen Wohnung in einem Wohnblock in Olten empfangen. Sogar als die Frau mit dem gemeinsamen Kind schwanger war, musste sie weitermachen. Vor Gericht sagte sie, dass Sex mit einer Schwangeren mehr Geld einbrachte.

Der 26-jährige Mazedonier schreibt in einem Brief an den Regionalsender, dass seine Ex-Frau «immer freiwillig und voller Leidenschaft der Prostitution nachgegangen» sei. Er behauptet, dass sie sich für einen Seitensprung rächen wolle.

Das Urteil wird nächste Woche eröffnet. (ldu)

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