Hägendorf

Hallenbad ist nun von Asbest befreit – es gibt jedoch noch viel zu tun bevor es im Oktober 2021 eröffnet

Bei der Erneuerung des Hallenbads in Hägendorf stösst man auf Unerwartetes – die Abbrucharbeiten sind seit vergangener Woche beendet.

Anfang Februar haben die Hägendörferinnen und Hägendörfer der Sanierung des Hallenbads für insgesamt 3,4 Millionen Franken mit knapp einem 80 Prozent Ja-Anteil zugestimmt. Mittlerweile ist im Schulzentrum Oberdorf einiges gegangen. Sowohl terminlich als auch kostenseitig liege man gut im Bauplan, sagt die Architektin Petra Brosowski-Lauper.

Sie vertritt als Mitarbeiterin der Bauverwaltung die Bauherren. Von einer Sanierung will sie allerdings nicht sprechen. Das Hallenbad werde von den Grundzügen auf neu erstellt: Die Technik werde erneuert, alle Oberflächen neu aufgebaut und alle Auflagen an die Statik müssen neu berücksichtigt werden. Auch bei der Erdbebensicherheit müsse alles auf den neuesten Stand gebracht werden.

Unterlagsboden war in schlechtem Zustand

Vorgesehen war der Baustart Ende Juni. Doch wegen der ­Coronapandemie konnte bereits im Mai damit angefangen werden. In einer ersten Phase stand die Asbestsanierung im Vordergrund: Zuerst musste das Wasser im Becken abgelassen und die alte Haustechnik ausser Betrieb genommen werden. Sie wurde grösstenteils demontiert. Auch die alten Garderoben wurden entfernt. Wie vermutet, habe sich der Zustand des Unterlagsbodens im Hallenbad als Problemstelle entpuppt, sagt die Architektin Petra Brosowski-Lauper. Es sei entschieden worden, diesen vollständig abzutragen und neu aufzubauen.

Unmengen an Plättli mussten wegen des Asbests in den Fugen weggebracht werden. Das sei sehr aufwendig gewesen: Die Handwerker haben mit Vakuum-Schleusen, Schutzanzügen und mit Sauerstoff-Zufuhr arbeiten müssen. Vergangene Woche konnten diese Arbeiten abgeschlossen werden. Nun muss zuerst wieder ein neuer Unterlagsboden aufgebaut werden, bevor die Gipser, Maurer und Plattenleger ihre Arbeit am Bad beginnen können. Bis das Bad im Oktober 2021 wiedereröffnet werden kann, gibt es allerdings noch viel mehr zu tun.

Glasfassade wird energetisch modernisiert

Das Hallenbad soll nach dem Umbau wieder rund 40 Jahre seinem Zweck dienen und in gänzlich neuem Glanz erscheinen, auch wenn es im Grossen und Ganzen das bisherige Bad bleibt: Es wird keine neue Rutschbahnen, Whirlpools oder anderen Luxus geben. Wohl aber eine neue Sicht auf die Decke, neue Fensterfronten, eine moderne Beleuchtung, mehr Duschen und zusätzliche Haartrockner.

«Es wird ein Bijoux», sagt Petra Brosowski-Lauper und lobt die ehemaligen Erbauer für ihre Planung und den über 40-jährigen Bau. Äusserlich wird das Bad weitgehend unverändert bleiben. Das, obwohl es dieselbe, aber energetisch modernere Glasfassade mit integrierter Vogelschutzfolie erhält. Ausserdem wird der Zugang zur Fensterfront vom roten Platz aus verbessert. Ferner wurde die Aussenfassade betonsaniert. Nicht zuletzt läuft ostseitig der Anbau eines Säure-Raumes, der bisher in den Technikräumen des Bades integriert war, nach den aktuellen Vorgaben des Amtes für Umwelt nun aber ausgelagert werden muss.

Meistgesehen

Artboard 1