Schulfusion

Hägendorf will Schule nicht mit Rickenbach zusammenlegen

Hägendorfer Primarschüler hätten nach der Fusion nach Rickenbach in die Schule müssen. Das wollten die Stimmbürger nicht. (Themenbild)

Hägendorfer Primarschüler hätten nach der Fusion nach Rickenbach in die Schule müssen. Das wollten die Stimmbürger nicht. (Themenbild)

Die Gemeindeversammlung von gestern Donnerstagabend hat sich gegen eine Fusion der Primarschule mit Rickenbach entschieden. Damit muss die Gemeinde nun sechs neue Klassenzimmer zur Verfügung stellen.

Diskussionslos schickte der Souverän von Hägendorf das Vorhaben «Gemeinsame Primarschule Hägendorf- Rickenbach » mit 296 Nein- (Foto) zu 5 Ja-Stimmen bachab - und feierte sich danach kurz selbst mit lautem Applaus und Jubelrufen. Dies, obwohl der Gemeinderat bekräftigte, dass ein Zusammenschluss für beide Gemeinden ein Gewinn bedeutet hätte.

301 Stimmberechtigte kamen zur Gemeindeversammlung.

301 Stimmberechtigte kamen zur Gemeindeversammlung.

In Hägendorf gibt es zu wenig Schulräume für die Schüler, in Rickenbach zeigt sich das Bild derzeit umgekehrt. Hier gibt es zu wenig Schüler. Mit der Fusion hätten Hägendorfer Schüler nach Rickenbach in die Schule gehen müssen. Weil aber bereits bei der Informationsveranstaltung im November keine Lösung wegen des Schulwegs vorgelegt werden konnte, hatte die Vorlage keine Chance.

Gemeindepräsident enttäuscht

Gemeindepräsident Albert Studer zeigte sich ob dem Abstimmungsergebnis zwar enttäuscht, aber nicht überrascht: «Ich wusste, dass es so herauskommt. Nach der Informationsveranstaltung habe ich mich auf den Abend vorbereitet. Ich wollte Antworten haben.»

Nach der Informationsveranstaltung vom 20. November hat der Gemeinderat für den Fall eines negativen Volksentscheids die Planung von zusätzlichem Schulraum für sechs Klassenzimmer auf den Versammlungsabend hin vorangetrieben und gleich vorgestellt. (kas/ldu)

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