Olten
Gutes tun, für sich und andere am 2-Stunden-Lauf

Es ist wieder soweit, die Vorfreude auf den Oltner 2-Stundenlauf ist bei vielen gross. Und die Frage «Wie viele Runden schaffe ich dieses Jahr?» sorgt schon jetzt für Anspannung. Am diesjährigen Lauf wird für das regionale Angebot «Tagesstätte Olten» und für den Neubau eines Sozialzentrums für Mädchen und Jungs in Bangladesch, gelaufen.

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Nächster Lauf: 17. September 2016.

Nächster Lauf: 17. September 2016.

Bruno Kissling

Unter dem Patronat des Kiwanis Club Olten findet der 29. Lauf statt, um finanzielle Mittel für ausgewählte, gemeinnützige Projekte zu beschaffen. Nachdem letztes Jahr über 500 Läuferinnen und Läufer am Start waren, ein neuer Rekord, wird auch dieses Jahr mit einer grossen Beteiligung gerechnet. Gestartet wird der Rundkurs von 1,6 km traditionsgemäss auf dem Ildefonsplatz.

Es lohnt sich, frühzeitig vor Ort zu sein. Sei es um noch eine Stärkung zu sich zu nehmen oder um die steigende Spannung, die freudvolle Atmosphäre und ein Schwatz mit Bekannten und Freunden zu geniessen, bevor der Startschuss um 15 Uhr ertönt. Auch dieses Jahr werden Läuferinnen und Läufer auf der Strecke durch die Guggemusig Müüs verpflegt.

Und durch verschiedene musikalische Klänge (Lunatics auf dem Ildefonsplatz und unterwegs Martina Dreier & Band, Frozen Crocodiles, Rhythmusgruppe um Ernesto Gloor) sowie den Zuschauern am Rande der Strecke angespornt. Am diesjährigen Lauf wird für folgende Projekte gelaufen, bzw. Geld gesammelt:

Tagsüber ein zweites zu Hause

Der diesjährige Lauf unterstützt die regional verankerte Tagesstätte Sonnegg in Olten. Die Tagesstätte besteht seit 27 Jahren. Nach der Ablösung vom gemeinnützigen Frauenverein Olten 2014, wurde der Trägerverein Tagesstätte Olten gegründet, damit der Betreib sichergestellt und weiter geführt werden konnte. Der Präsident des Vereins, Thomas Schwab, kennt das Haus aus eigener Erfahrung.

Es ist ihm sehr wichtig, ein zweites Zuhause für erwachsene Menschen mit physischen und psychisch Erkrankungen und Beeinträchtigungen sowie auch für alleinstehende Menschen in Olten und Region anbieten zu können. Qualifiziertes Fachpersonal übernimmt die individuelle Betreuung, Pflege und Aktivierung von Montag bis Freitag.

In einem familiären Rahmen wird der Tag gemeinsam gestaltet. Die Gäste fühlen sich so in der Gruppe eingebettet und geschätzt. Ein wichtiges Thema sind die Mahlzeiten. Mit grosser Sorgfalt werden Monatsthemen geplant und saisonal gekocht. Alle dürfen bei der Zubereitung der Mahlzeiten mithelfen.

Das Team versucht auf die Fähigkeiten und Interessen der einzelnen Gäste einzugehen und so kann es auch sein, dass ein Gemeinschaftsspiel oder ein Spaziergang im Quartier priorisiert wird – und die Köchin steht alleine in der Küche!

Im traditionsreichen Haus an der Sonneggstrasse ist es dringend nötig, die beiden Nasszellen zu sanieren, um den alltäglichen Bedürfnissen gerecht werden zu können. Die Gäste der Tagesstätte sind im Verlaufe der Jahre zunehmend älter und immobiler geworden. Ein behindertengerechtes Bad inklusive Dusche für unerwartete Missgeschicke ist unentbehrlich.

Die Tagesstätte kann maximal 15 Personen pro Tag betreuen. Mit der aktuellen Auslastung können an einzelnen Tagen noch Gäste aufgenommen werden. Eine unverbindliche Besichtigung ist immer möglich (www.tagesstätte-olten.ch).

Damit Bildung wahr wird

Bangladesch liegt in Südasien und zählt 169 Millionen Menschen. Trotz stabilem Wirtschaftswachstum lebt ein grosser Anteil der Bevölkerung, ca. 30 Millionen, nach wie vor in grosser Armut. Vielen ist der Zugang zu Bildung und zu Gesundheitsleistungen verwehrt. Über 40 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten, bei den Frauen beträgt die Zahl fast 50 Prozent.

Die lokale Organisation Young Women’s Christian Association of Bangladesch (YWCA) will in den Armenquartieren von Jessore ein Sozialzentrum mit einer Schule eröffnen. Dieses Zentrum soll die Bildung und die gesunde Entwicklung von Kindern und insbesondere von jungen Frauen ermöglichen.

In diesen Slums, wo die Regierung keine Schule führt, gehört auch die Grundschulbildung der Kinder zum Programm des YWCA. Dies ermöglicht es ihnen später, in eine staatliche Schule überzutreten und steigert die Chancen, eine Arbeit zu finden oder sogar ein Studium zu absolvieren.

Der Laufertrag vom 2-Stundenlauf ermöglicht es, die erste Bauphase des Sozialzentrums in Jessore für 300 Schüler und Schülerinnen zu starten. Mittelfristig soll das Zentrum selbsttragend sein.

Werner Stahl von der schweizerischen Entwicklungsorganisation Horyzon mit Geschäftssitz an der Florastrasse. 21 in Olten ist Programmverantwortlicher für Bangladesch. Er beaufsichtigt und begleitet dieses Projekt, welches zur nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Begünstigten und deren Familie führt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.horyzon.ch, info@horyzon.ch.

Als Gruppe können 33 Prozent des erlaufenen Betrages für eigene Projekte genutzt werden. (mgt/otr)

2-Stunden Lauf

Die fristgerechte Anmeldung für die Teilnahme bis 29. August erfolgt am besten über die Homepage unter www.o2h.ch. Hier finden alle Interessierten weitere Informationen für den Lauf. Das Startgeld pro Person beträgt Fr. 10.00. Am Samstag können die Startnummern, die T-Shirts und die Stempelkarten auf dem Ildefonsplatz von 12 bis 14.30 Uhr bezogen werden. Bis 14 Uhr werden am Start- und Zielgelände Nachmeldungen entgegengenommen.

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