Olten

Gut und günstig, aber keinen Ramsch — so lautet ihr Credo

Bei Miljan Savović und Patrick Gülsen an der Zielempgasse 14 kommen Schnäppchenjäger auf ihre Kosten.

Bei Miljan Savović und Patrick Gülsen an der Zielempgasse 14 kommen Schnäppchenjäger auf ihre Kosten.

Das an der Zielempgasse in Olten eröffnete Geschäft SparZeit24 bietet Alltagsgegenstände zum kleinen Preis. Die beiden Inhaber betreiben bereits in Däniken einen Shop und erhoffen sich, mit ihrem Schnäppchenparadies eine Marktlücke zu füllen.

An der Zielempgasse 14 gibt es Neuigkeiten: Wo zuvor Orthopäde Willi Wyss seinen Laden führte, geschäften nun Miljan Savović und Patrick Gülsen. Vergangenen Samstag haben sie hier ihr Schnäppchenparadies SparZeit24 eröffnet. Wobei sie das mit den Schnäppchen richtig verstanden wollen wissen: «Wir verkaufen ausschliesslich A-Ware», sagt der 29-jährige Savović. «Keinen Ramsch.» Und sein 32-jähriger Geschäftspartner ergänzt: «Wir bieten Qualität zu tiefen Preisen.»

Wöchentlich neue Ware

Auf den rund 60 Quadratmetern Ladenfläche, die ihnen zur Verfügung stehen, finden sich etwa Haushaltsartikel, Elektrogeräte, Textilien, Dekoartikel, Spielwaren und auch saisonale Produkte. Die Ware stammt aus Überproduktionen, Restposten und Liquidationen. «Wir wollen den Leuten Alltagsgegenstände bieten», sagt Savović. Er hat selbst Familie und weiss, dass sich viele Menschen Luxus nicht leisten können. Ihr Sortiment hätten sie gestaltet, nachdem sie zuvor die Nachfrage studierten.

Gelegenheit dazu bot ihnen auch der 120 Quadratmeter grosse Lagerverkaufsshop, den sie am 4. Februar dieses Jahres in Däniken eröffneten. Dieser laufe «zufriedenstellend», sagt Savović. Hier führen sie ähnliche Artikel wie nun in Olten. Erhältlich sind diese auch über ihren Onlineshop. Das kleinere Geschäft in der Dreitannenstadt war ihnen auch ein persönliches Anliegen, da beide den Kontakt zu den Leuten sehr schätzen. Savović und Gülsen sind seit acht Jahren befreundet und waren zuvor bei verschiedenen Firmen im Verkauf tätig. An der Zielempgasse führen sie zwischen 350 und 500 Produkte. Diese wechseln teilweise wöchentlich, jeweils samstags gibt es auf ausgewählte Produkte besondere Rabatte.

Viele Betrüger in der Branche

Savović betont noch einmal: «Wir führen keine Billigprodukte aus Asien.» Es könne zwar durchaus sein, dass manche ihrer Produkte in Asien hergestellt würden. Aber jeder ihrer Artikel sei deklariert. Auf alle Elektrogeräte gebe es eine Garantie. Und bei jedem Verkauf werde eine Quittung ausgestellt. Denn, wie er weiss: «Es gibt viele Betrüger in dieser Branche.»

Die Geschäftsführer achten auch darauf, Ware zu vertreiben, die nicht in Kinderarbeit hergestellt wurde. Was ihnen persönlich auch wichtig ist: «Bei uns wird man keine Konsolen finden.» Savović achtet auch bei seinen eigenen Kindern darauf, dass sie sich aktiv beschäftigen und nicht einfach «auf dem Sofa hocken». Auch sollen Spielsachen seiner Meinung nach nicht nach einmaligem Gebrauch im Müll landen. Bälle, Bücher, Puppen, Puzzles und Ähnliches verkauft er daher im Geschäft.

Sie sehen keine Konkurrenz

Wieso entschieden sie sich für den Standort Olten? «Für uns war von Anfang an klar, dass wir unser Geschäft in Olten oder Aarau eröffnen wollen», sagen die beiden, die in Schönenwerd und Niedergösgen aufgewachsen sind. In Aarau wurden sie zwar fündig, die Lage des Geschäfts habe jedoch nicht gepasst.

In Olten hingegen liefen sie zufällig an das zur Miete ausgeschriebene Lokal heran, sahen es sich an und erhielten vom Vermieter bereits am nächsten Tag per Handschlag die Zusage. «Hier hatten wir sofort ein gutes Gefühl», sagt Savović. Ausserdem sei die Miete für diese Lage sehr günstig. «Wir wollten einen schönen Laden, aber keine Boutique. Qualität ist uns wichtiger.» Das Geschäft sei zwar klein, aber «ausbauen können wir immer noch», wie Gülsen lachend meint.

Einer der beiden Geschäftsführer wird jeweils in Olten, der andere im Shop in Däniken tätig sein. Sie sind von Montag bis Samstag vor Ort. Einzig eine Aushilfe haben sie noch angestellt. Sonst stemmen sie alles allein. Auch finanziell. «Wir arbeiten ohne Kredit, wir haben alles selbst investiert», sagt Savović, der nebenbei noch als Coach im Verkaufsbereich tätig ist. Konkurrenz? Sieht er keine. Mit ihrem Angebot füllen sie eine Marktlücke, sind beide überzeugt: «Geld sparen ohne Einbusse bei der Qualität.»

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