Die Sprache hat für die Identität des Menschen eine tiefe Bedeutung. Dies ergründen die Akteure von Nina-Theater am 23. September mit ihrem musikalischen «Sprech-Theater». In «Gschnorr» kommt das Wort mal magisch, mal modisch, mal medial verfremdet aber immer melodisch daher.

Ein äusserst aktuelles Thema behandelt Samuel Mosima: Als plötzlich gestrandete Zirkustiere um vorübergehende Aufnahme bitten, muss Bauer Sämi handeln. Er bespricht sich mit seinen Tieren auf dem Bauernhof. Mit menschlichen Viechern und tierischem Ernst führt Mosima vor Augen, wie unterschiedlich man Fremden entgegenkommen kann.

Helge und das Udo warten mit kompetenter Komik auf. In ihrem fünften Programm machen sie genau da weiter, wo andere aufhören: Sie spielen, singen und improvisieren auf höchstem Niveau – unschlagbar komisch. Und das alles «ohne erkennbare Mängel».

Ende November begleiten zwei Frauen einander im Bühnenprogramm am, auf, in und über dem Klavier. Mit «On air» bietet das Duo Luna-Tic ein Unterhaltungsprogramm, wie man es noch nie gehört und gesehen hat.

Am heiter-besinnlichen «Heiniger Abend» zu Gast: Entertainer Gerhard Tschan. Es wird gross an- und klein beigegeben, kräftig ausgeteilt und fies beleidigt, peinlich gerühmt und unflätig geschimpft. Aber es wird auch immer wieder sehr schön gesungen, und flott Gitarre, Klarinette und Handorgel gespielt.

Stafettenleben erwacht erneut

Die Künstlerstafette, die im Jubiläumsjahr das erste Mal durchgeführt wurde, war ein voller Erfolg und geht diese Saison in eine neue Runde. Die einen Künstler präsentieren Ausgewähltes aus ihrem Repertoire und werden anschliessend von einem anderen Künstler interviewt. Der «Stab» wird am Ende an diesen übergeben. Mit dabei sein werden Reto Zeller, Lisa Catena, Philip Galizia und Simon Chen.

Einen besonderen Jahresabschluss bestreitet Bruno Bieri: Er spielt und singt mit dem Hang, einem Musikinstrument. Seine Passion sind Naturklänge, wie sie im Alphorn exemplarisch vorkommen. Mit Hang & Xang erweitert er den klassischen Troubadourstil mit vokalen Unter- und Obertonwelten.

Zum Jahresbeginn zappt Comedia Zap von der Clownerie über die musikalische Parodie bis hin zur Comedy im Stummfilm-Stil. «Bitte wenden!» ist eine bildstarke, aberwitzige Liebesgeschichte – eine Berg- und Talfahrt voller Situationskomik.

Flüchtlingsthema auf die Bühne

Sibylle und Michael Birkenmeier schaffen es mit «Freiheit Gleichheit Kopf ab!» das Flüchtlingsthema so zu gestalten, dass es auch spannend, erhellend und erheiternd ist. Ein blutiger Abend? Nein, Vollblutkabarett vom Feinsten!

Erstmals wird im Februar das bekannte Sendungsformat «persönlich» (SRF 1) im Schwager Theater gastieren. In offener Gesprächsatmosphäre reden zwei Gäste über Leben, Beruf, Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. Bänz Friedli stellt in seinem erzählerischen Kabarett fest, dass wir vor lauter zeitsparender Hilfsmittel immer mehr Zeit verlieren.

Weil das Leben die absurdesten Geschichten schreibt, schöpft er aus dem Alltag und spürt mit Leichtigkeit und Rasanz dem Irrsinn der Jetztzeit nach. Wie Entertainer Friedli bleibt auch Esther Hasler ihren Markenzeichen treu. Sie kombiniert subtile Komik mit ausdrucksstarker Stimme und virtuos-poetischem Piano, liefert satirische Punktlandungen mit Charme und Scharfsinn.

I tre Secondi bewegen sich schliesslich auf Messers Schneide zwischen Komödie und Tragödie. Inspiriert vom berühmten bayerischen Stück «Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies» präsentieren die beiden Schauspieler und der Musiker eine Geschichte voller Humor und Rührung.

Kabarett Casting zu Gast

Auch in dieser Saison gastiert das Oltner Kabarett-Casting im Schwager Theater. Nach drei Vorrunden wird am 16. Mai 2017 der Förderpreis der Kabaretttage vergeben. Und wer zwischen den einzelnen Gastspielen nicht genug kriegen kann, darf sich jeweils am letzten Mittwoch des Monats vom Kommunikationstheater «dito» begeistern lassen. Hier entsteht Theater ad hoc und das Publikum ist massgeblich daran beteiligt.