Grüner Güggel
Katholische Kirche Olten spart 85 Tonnen CO2 und halbiert ihren Ausstoss

In nur zwei Jahren hat die katholische Kirche Olten ihren CO2-Ausstoss fast halbiert und kräftig Energiekosten gespart. Dies wurde auch dank der Einführung und Umsetzung des Grünen Güggels möglich.

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Patrick Lüthy

Nach nur zwei Jahren seit der Einführung des Grünen Güggels in Olten, einem systematischen Umweltmanagementsystem für Kirchgemeinden, «zeigt sich bereits, dass Umwelt- und Kosteneffizienz Hand in Hand gehen», teilt die katholische Kirche Olten mit.

Der Jahresbericht 2020 fasst die Leistungen der letzten zwei Jahre zusammen: Stromverbrauch -37%, Heizenergie -45% und Wasser -20% gegenüber dem Referenzjahr 2018. Die Energiekosten konnten 2019 um 18'000 Franken, 2020 um weitere 20‘000 Franken reduziert werden. Insgesamt wurden 36% der Energiekosten eingespart.

«Angesichts der Klimakrise ist besonders die Reduktion des CO2-Austosses erfreulich», heisst es in der Mitteilung weiter. 85 Tonnen seien gegenüber 2018 eingespart worden, was eine Senkung um 46% bedeute. Auch 2021 ist laut der Kirche mit einer weiteren grösseren Reduktion zu rechen. Die neue fast CO2-neutrale Heizung in St. Martin war 2020 erst drei Monate in Betrieb. «Ihr Reduktionspotenzial wurde daher letztes Jahr erst zu 30% ausgeschöpft», heisst es weiter.

Weitere Optimierungen geplant

«Da wir uns im Klimanotstand befinden, ist jeder Beitrag – auch derjenige der Kirchgemeinden – sehr wichtig», so Wolfgang von Arx, Leiter des Umweltteams. Für 2021 seien weitere Optimierungen geplant. Ein Themenschwerpunkt wird die Erhöhung der Biodiversität sein.

Im Februar hat das Umweltteam auf dem Turm der Marienkirche zwei Nistkästen für Alpensegler montiert. (mgt)