Kürzlich trafen sich die Grünen Region Olten im Cultibo zur 26. Mitgliederversammlung. Co-Präsidentin Myriam Frey Schär blickte im Jahresbericht auf ein spannendes Politjahr zurück. Sie berichtete von der erfolgreichen Arbeit im neu konstituierten, verkleinerten Gemeindeparlament und von der veränderten Situation im städtischen Kommissionswesen. Das Wegfallen eines Grossteils der Kommissionen bedeute, dass nun Errungenschaften in unterschiedlichsten Bereichen – von der Gleichstellung über Alters- und Gesundheitsfragen bis hin zur Stadtentwicklung – auf politischem Weg erhalten werden müssen.

Als einen Höhepunkt nannte Frey Schär den Anlass zu 40 Jahren Gösgen, den die Grünen im November im Ratssaal des Stadthauses veranstaltet hatten. Zahlreiche Gäste, darunter viele Zeitzeugen, schauten sich gemeinsam einen Film und eine Fotoausstellung über die Anfänge und Blütezeit der Anti-AKW-Bewegung an und diskutierten im Anschluss über die damit verbundenen Erfolge. Als weiteren Meilenstein für die Partei bezeichnete die Co-Präsidentin die Schaffung eines Positionspapiers, in dem unter den beiden Hauptthemen «Nachhaltigkeit und Fairness» die politischen Visionen und Absichten der Grünen Region Olten formuliert sind.

Nach der Präsentation der Rechnung wurde der Gesamtvorstand gewählt. Alle Bisherigen stellten sich der Wiederwahl. Einzig in der Verteilung der Ämter gab es eine Veränderung: Siv Lehmann übergab nach fünf Jahren ihr Amt als Co-Präsidentin an Anna Engeler, die nun zusammen mit Myriam Frey Schär die Regionalpartei leiten wird.

Zum Abschluss des statutarischen Teils des Abends würdigte Stadträtin Iris Schelbert das lebenslange politische Engagement von Siv Lehmann mit bewegenden Worten. Als passionierte Wanderin erhielt die scheidende Co-Präsidentin vom Vorstand zur Inspiration künftiger Touren ein Buch über Bergwanderungen und ein kleines Bündel SAC-Gutscheine.(mgt)