Planungsphase
Grosse Projekte werfen in Olten ihre Schatten voraus

In der Stadt Olten erreichen dieses Jahr mehrere Grossprojekt den Beginn der Planungsphase. Allerdings operiert die Stadt vorerst noch mit einem Notbudget. Die Referendumsabstimmung über das definitive Budget findet erst am 24. März statt.

Fabian Muster
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Stadtteilverbindung Hammer Zwischen Brunnen und Abgangsrondelle im Hammer soll die Stadtteilverbindung geradewegs Richtung Olten SüdWest (im Hintergrund) verlaufen.
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Grosse Infrastrukturbereich-Projekte in Olten
Der Bahnhofplatz Olten soll saniert werden
Das Haus der Museen Olten während des Umbaus Das neue Haus der Museen, welches künftig das Naturmuseum, das historische Museum und das Archäologische Museum beherbergen wird, soll auf Ende 2019 eröffnet werden.
Umbau Hübelischulhaus

Stadtteilverbindung Hammer Zwischen Brunnen und Abgangsrondelle im Hammer soll die Stadtteilverbindung geradewegs Richtung Olten SüdWest (im Hintergrund) verlaufen.

Bruno Kissling

Wie bereits im vergangenen Jahr steht bei der Stadt Olten auch in diesem Jahr die bauliche Entwicklung im Zentrum. Dies zeigt der Vergleich der beiden Mitteilungen zu den Jahresmedienkonferenzen von 2018 und 2019: Am Montag hiess es im Titel: «Grosse Brocken vorantreiben». Vor einem Jahr stand darin: «Stadtentwicklung pur: Grosse Brocken kommen voran».

Doch so vorangekommen, wie sich der Stadtrat die «grossen Brocken» im letzten Jahr gewünscht hat, sind diese dann trotzdem nicht. Vor allem beim Grossprojekt Neuer Bahnhofplatz, bei dem neben der Stadt auch der Kanton und die SBB als Partner mitreden, gab es Verzögerungen – nicht zum ersten Mal. Gemäss einer Stadtkanzlei-Mitteilung vom Juni 2014 hätte es bereits 2018 die ersten Ausführungen geben sollen. Die Mitwirkung der Bevölkerung sowie der Projektkredit im Gemeindeparlament sollten gemäss Ankündigung des Stadtrats eigentlich bereits im vergangenen Jahr über die Bühne gehen. Nun folgt in diesem Jahr ein neuer Anlauf. Grund dafür sind Verzögerungen bei der Ausarbeitung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts.

So gehts beim neuen Schulhaus voran

Vorwärtsgehen soll es hingegen bei der Schulplanung. Beim geplanten Schulhaus im Kleinholz inklusive Dreifachturnhalle für 31 Millionen Franken steht nun die erste Phase des Projektwettbewerbs an, bei dem sich die Generalplaner auf eigene Faust bei der Stadt bis Mitte Februar melden können. In einer zweiten Phase wird dann der eigentliche Projektwettbewerb lanciert, bei dem höchstens 15 Generalplaner eingeladen werden. Für die zweite Phase steht laut Ausschreibungsunterlagen eine Preissumme von 185'000 Franken zur Verfügung. Die Projektvergabe soll im September 2019 erfolgen. Der Projektkredit fürs neue Schulhaus Kleinholz will der Stadtrat Ende 2019 oder Anfang 2020 ins Gemeindeparlament bringen. Bis spätestens im Jahr 2022 soll das Schulhaus im Kleinholz stehen.

Schulsport wird definitiv gestrichen

In der Mitteilung der Stadtkanzlei vom vergangenen Donnerstag hiess es noch, «die Veranstaltungen des freiwilligen Schulsports im Sommerhalbjahr sind nicht gesichert» (wir berichteten). Nun hat der Stadtrat aufgrund des fehlenden Budgets 2019 das Angebot mit Nettokosten von 25'000 Franken definitiv gestrichen, weil es nicht zu den gebundenen Ausgaben gehört, hiess es an der gestrigen Jahresmedienkonferenz. Rund 450 Schülerinnen und Schüler besuchten in den vergangenen Jahren jeweils die freiwilligen Kurse in Schwimmen oder Turnen. (fmu)

Bei der Museenplanung will der Stadtrat weitere Pflöcke einschlagen. Neben der Eröffnung des Hauses der Museen diesen Herbst soll in diesem Jahr ausserdem der definitive Entscheid erfolgen, wohin das Kunstmuseum zügeln wird. Der Stadtrat hat in dieser Hinsicht im Februar 2018 bereits vorgespurt und sieht die Institution im ehemaligen Hübelischulhaus. Auch für diese zweite Etappe in der Museumsplanung soll das Parlament bis 2020 über einen Projektkredit entscheiden.

Ein neuer Anlauf gibt es auch für die Stadtteilverbindung Hammer. In dieser Sache soll dem Gemeindeparlament in diesem Jahr erneut ein Projektkredit vorgelegt werden. Auch für die Attraktivitätssteigerung des Ländiwegs soll ein Konzept und Vorprojekt erarbeitet werden.
Strategie gegen leere Ladenlokale

Generell will der Stadtrat den Werterhalt der bestehenden Liegenschaften thematisieren. Dies soll «mit einer Immobilien- und Werterhaltungsstrategie, welche die städtischen Liegenschaften systematisch erfasst und Massnahmen zur Erhaltung der Benutzungstauglichkeit definiert», geschehen. Ebenfalls strategisch aktiv werden will der Stadtrat bei den leerstehenden Ladenlokalen. Die Oltner Regierung will zusammen mit der Wirtschaftsförderungen und dem Gewerbe eine Strategie entwickeln, wie den Leerständen im Stadtzentrum entgegengewirkt werden kann.

Bei weiteren Geschäften kam es zu Verzögerungen: Ebenfalls bereits im vergangenen Jahr angegangen werden sollte die Ortsplanungsrevision. Nun möchte der Stadtrat die erste Phase mit der Ausarbeitung des kommunalen Leitbilds angehen. Auch das interne Kontrollsystem, welches die Prozesse übergreifend kontrollieren soll, ist noch in Ausarbeitung. Nicht zuletzt steht nun erneut die Revision des Feuerwehrreglements und der Marktordnung auf der Traktandenliste.