Sie gehören schon fast zum Ritual eines jeden Sommers: Glimmbrände auf der Oltner Holzbrücke. Am vergangenen Sonntagabend wars in dieser Saison ein erstes mal so weit: Gegen 17.40 Uhr ging ein Alarm bei der Polizei ein mit der Meldung, bei der alten Brücke steige Rauch aus dem Bodenbereich auf. Entdeckt und gemeldet worden war der Vorfall von Gästen des Aarebistros. Dort schnappte sich einer der Gäste auch einen Feuerlöscher und machte sich auf zur Bekämpfung des Glimmbrandes, der offenbar von weggeworfenen Raucherwaren stammte, wie Polizeisprecher Bruno Gribi gestern auf Anfrage mitteilte.

Die mit 25 Personen ebenfalls ausgerückte Feuerwehr der Stadt Olten machte sich mit Wärmebildkameras auf die Suche nach allfälligen Glutnestern und konnte schon früh Entwarnung geben. Nach dem Auftrennen von einigen Bodenbrettern wurde der Untergrund gewässert und die Glutnester beseitigt. «Dass in einem solchen Fall auch mit dem Polizeiboot ausgerückt wird, um im Notfall einen Brand von unten zu bekämpfen, ist absolut üblich», so Kommandant Philipp Stierli.

Es habe aber nie die Gefahr bestanden, dass aus der an sich kleinen Sache unter den gegebenen Umständen eine grössere wird, so der Kommandant weiter. Brücke oder Passanten seien zu keiner Zeit gefährdet gewesen.