Die Genossenschaft Trendsporthalle Olten ist weiter am Wachsen und hat eine Vision. Sie möchte am liebsten in Olten SüdWest mit einem Neubauprojekt eine Heimat fürs Klettern und Skaten schaffen. Die statutarischen Geschäfte gingen an der ersten Generalversammlung in der Skatehalle, im Winter das Aussenfeld der Kunsteisbahn, zwar zeitlich voraus, doch das Hauptinteresse galt der Frage nach einem konkreten, im Betrieb selbsttragenden Projekt mit Realisierungschancen.

Präsident Alexander Troitzsch zeigte den bisherigen Weg der Genossenschaft seit der Gründung auf. Arbeitsgruppen mit verschiedensten Fachleuten, Events, eine erste Phase des Fundraising und die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz prägten das erste Jahr. Mittlerweile hat die Genossenschaft 145 Mitglieder. Mit der Zusage der SAC-Sektion Olten, ein konkretes Projekt zu unterstützen, resultiert so ein Grundkapital von 120'000 Franken. Mit der Festlegung auf einen konkreten Standort bis Ende 2016 hofft der Vorstand, dem auch Christoph Koch (Finanzen) und die beiden technischen Leiter Lee Aspinall und Markus Berger angehören, in einer zweiten Phase die finanzielle Basis auf eine Viertelmillion Franken erweitern zu können.

Ein guter Deal für beide Seiten?

Rund zehn Miet- und Kaufobjekte in der Region hat der Vorstand geprüft. Drei Standorte gälten aktuell noch als Optionen, sagte Alexander Troitzsch, der nach diversen Umnutzungsvarianten einen klaren, mit einer Visualisierung an der Versammlung vorgestellten Favoriten hat: «Ein Neubau in Olten SüdWest ist am spannendsten.» Der Vorstand prüft im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein Zusammengehen mit zwei nicht kommerziellen Partnern, um sich eine von drei infrage kommenden Parzellen von rund 30'000 Quadratmetern zu teilen.

Die Grundstückbesitzer hätten ein klares Interesse signalisiert, Randgebiete im neuen Stadtquartier, die nicht fürs Wohnen gedacht seien, zu veräussern. Die Trendsporthalle würde so tatsächlich in Olten an attraktiver Lage zu stehen kommen und für das Entwicklungsgebiet könnte der Neubau eine Aufwertung bedeuten.

Mindestens 4 Mio. Franken

Ob die Genossenschaft finanziell für das Abenteuer gerüstet ist, wird vom Landpreis und von den Erstellungskosten der mindestens 18 Meter hohen Halle abhängen. Idealerweise sollte sie eine Länge von 65 und eine Breite von 30 Metern aufweisen. Der Vorstand rechnet auch bei einem minimalen Ausbau im Innern mit Investitionskosten von 4 Millionen Franken.

Die Betriebskosten veranschlagen die Promotoren auf rund 800'000 Franken pro Jahr. Bis Skater und Kletterer ein gemeinsames Dach über dem Kopf haben, dürfte noch einige Zeit verstreichen. Für diese Übergangsphase behält der Vorstand Mietlösungen im Auge, damit Genossenschaft und Jugendarbeit schnell Fahrt aufnehmen. Ein klares Signal setzte an der GV ein von Pratteln nach Olten versetzter Boulderblock in der Skatehalle, der als Sommerprojekt ab sofort am Nachmittag alle Kletterwilligen zum Probieren einlädt.

So könnte eine Trendsporthalle in Olten SüdWest aussehen – unabhängig vom genauen Standort.

So könnte eine Trendsporthalle in Olten SüdWest aussehen – unabhängig vom genauen Standort.