Gewalttat
Verletzter Mann in Kappel: Es läuft ein Verfahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung

Am Morgen des 30. Novembers wurde ein verletzter Mann in Kappel bei der Bushaltestelle «Kreuz» entdeckt. Nun befinden sich mehrere Personen in Untersuchungshaft.

Béatrice Beyeler
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Ein verletzter Mann wurde am 30. November kurz nach 10 Uhr morgens an der Mittelgäustrasse in Kappel aufgefunden. Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort wurde er mit einer Ambulanz in ein Spital gebracht. Schon damals gingen die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn von einer Gewalttat aus. Es wurden entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Offenbar mit Erfolg, wie die Zeitung «Blick » nun aufdeckt: In einem nahen Mehrfamilienhaus sei mindestens eine Person verhaftet worden.

Auf Anfrage bestätigt die Solothurner Staatsanwaltschaft, dass ein Verfahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung eröffnet wurde. «Bislang wurden drei Personen festgenommen. Es handelt sich dabei um einen 55-jährigen Schweizer, eine 39-jährige Schweizerin und einen 55-jährigen Schweizer», so die Medienbeauftragte Cony Brand.

Das Haftgericht habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft für den einen 55-jährigen und die 39-jährige Schweizerin drei Monate Untersuchungshaft angeordnet. Für den zweiten 55-jährigen Beschuldigten sei der Haftentscheid des Haftgerichts noch ausstehend. Cony Brand sagt dazu: «Es wird in den nächsten Tagen mit dem Eingang der entsprechenden Verfügung gerechnet.»

Die verletzte Person schwebt laut Brand nicht in Lebensgefahr und konnte das Spital bereits wieder verlassen. Gemäss Blick handelt es sich um einen 50-jährigen Auswärtigen. Was er in Kappel wollte, sei noch unklar.

Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft zum Tatablauf und zum weiteren Vorgehen zum jetzigen Zeitpunkt keine näheren Angaben machen.

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